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Israel ist in den Schulbüchern der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) so gut wie gar nicht oder negativ vertreten. Das ist das Ergebnis einer am Dienstag veröffentlichten Untersuchung des "Instituts für die Überwachung des Friedens und der kulturellen Toleranz bei der Schulbildung" (IMPACT-SE).

 Die Organisation hatte 118 Bücher untersucht, die derzeit an palästinensischen Schulen benutzt werden. Dabei handelt es sich um 71 Bücher für Schüler der Klassen eins bis zwölf, um 25 Lehrbücher für religiöse Schulen im Westjordanland sowie um 22 Bücher für Lehrer. Alle Bücher seien von der PA genehmigt worden und würden auch in Schulen im Gazastreifen benutzt, heißt es in einem Bericht der Tageszeitung "Jerusalem Post".

 Bei ihrer Untersuchung kommt die Nichtregierungsorganisation IMPACT-SE zu dem Ergebnis: "Insgesamt gibt es eine Leugnung der Existenz Israels – wenn es eine israelische Präsenz gibt, dann fällt diese extrem negativ aus", sagte Eldad Pardo, der Leiter der für die Untersuchung der Bücher zuständigen Gruppe. Es gebe keinerlei Informationen über die auf vielen Gebieten existierende Zusammenarbeit zwischen Israelis und Palästinensern. So werde zwar den palästinensischen Schülern ein respektvoller Umgang mit der Umwelt nahegebracht. Für sämtliche Umweltprobleme werde jedoch der Staat Israel verantwortlich gemacht.

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 In geographischen Büchern erscheine Israel zudem nicht auf den Landkarten des Nahen Ostens. Stattdessen erstrecke sich "Palästina" auf dem gesamten Gebiet Israels, des Westjordanlandes und des Gazastreifens. In einem Buch würden die Kinder in einer Aufgabe dazu aufgefordert, "die Negev-Wüste auf der Karte von Palästina farbig zu markieren". In einem anderen Fall sei die Jerusalemer Altstadt ohne das jüdische Viertel abgebildet. Ein weiteres Buch zeige eine Briefmarke aus der Zeit des britischen Mandats. Von dieser sei jedoch die hebräische Inschrift "Palästina: Land Israels" entfernt worden.

 Laut IMPACT-SE werde an zahlreichen Stellen Bezug auf das Märtyrertum, den Heiligen Krieg und die Rückkehr palästinensischer Flüchtlinge nach Israel genommen. Der jüdische Staat und das Judentum würden immer wieder dämonisiert. Allerdings sei ein Foto von der Beisetzung eines "Märtyrers" aus einem im Jahr 2010 erschienenen Buch für Siebtklässler entfernt worden, das im Jahr 2008 noch in dem Buch abgedruckt war. Dies sei offenbar aufgrund ausländischen Drucks geschehen, so Pardo. Seine Arbeitsgruppe habe festgestellt, dass es zwar einige positive Entwicklungen im Hinblick auf die Förderung demokratischer Werte sowie auf den Respekt vor Frauen und Älteren gebe, allerdings werde kein Israeli als Freund oder Partner dargestellt. Lediglich in einem Geschichtsbuch beziehe sich eine Karte auf den Staat Israel, der Name sei jedoch in winzigen Buchstaben abgedruckt.

 IMPACT-SE zufolge wird die Mehrheit der Schulbücher durch Gelder aus Europa und den USA finanziert. Die aktuellen Untersuchungsergebnisse sollen der palästinensischen Bildungsministerin Lamis al-Alami vorgelegt werden. Im Juli will IMPACT-SE einen Bericht über israelische Schulbücher veröffentlichen.

(Quelle: Israelnetz.com)