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Im Sudan ist erneut eine Kirche auf Anweisung der Behörden abgerissen worden. Die Mitglieder der "Church of Christ"-Gemeinde in der Hauptstadt Khartum wurden während des Gottesdienstes zum Verlassen des Gebäudes gezwungen, dann begann der Abriss.

Wie "Morningstarnews" berichtet (Englisch), überwachten etwa 70 Sicherheitsbeamte die Zerstörung der Kirche. Dabei seien einige der gut 430 Gottesdienstbesucher eingeschüchtert und bedroht worden. Eine Begründung für den Abriss, so der Gemeindepastor Kwa Shamal, hätten die Beamten vor Ort nicht gegeben. Eine Nachfrage bei den Behörden ergab, dass der Abriss bereits seit 2012 geplant gewesen sei, um auf dem Gelände ein Krankenhaus zu errichten.

 Eine Entschädigung für die zerstörte Kirche soll die Gemeinde nach Angaben ihres Pastors nicht erhalten. Die Mitglieder werden ihre Gottesdienste nun in Zelten feiern.

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 Bereits im Februar hatten die sudanesischen Behörden eine Kirche in Ondurman, der größten Stadt des Landes, abreißen lassen (Bericht). Zur Begründung hatte es geheißen, die Stadt sei in ihrer muslimischen Umgebung nicht erwünscht.