Südlicher Baptistenverband in den USA distanziert sich von Rassismus

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Nach heftiger Debatte hat sich der Südliche Baptistenverband, die größte protestantische Kirche der USA, von der ultrarechten Alt Right-Bewegung distanziert. Eine entsprechende Resolution nahmen die rund 5.000 Delegierten bei der Jahresversammlung der Glaubensgemeinschaft am Mittwoch (Ortszeit) in Phoenix (Bundesstaat Arizona) an.
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Das „weiße Überlegenheitsdenken“ der „Alt Right“-Bewegung sei Rassismus, der im Widerspruch zum Evangelium Jesu Christi stehe, heißt es in der Erklärung (Englisch). Im Präsidentschaftswahlkampf 2016 hatte die „Alt Right“-Bewegung mit ihrer Unterstützung der Kandidatur von Donald Trump Schlagzeilen gemacht.

Die als evangelikal und konservativ eingestufte Southern Baptist Convention (sbc), deren 15,2 Millionen Mitglieder in der Mehrzahl Weiße sind, ringt seit vielen Jahren mit der Vergangenheit, weil sie einst die Sklaverei befürwortete. Die Kirche wurde 1845 gegründet durch Abtrennung von anderen Baptisten, die die Sklaverei ablehnten. Erst 1995 haben sich die Südlichen Baptisten für ihre Unterstützung der Sklaverei entschuldigt.