Tabitha Bühne: „Mit Sari auf Safari“

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Tabitha Bühne hatte das Thema „Männer und Heiraten“ für sich abgehakt. Doch dann lernt sie einen deutschen Auslandskorrespondenten kennen, der in Indien lebt. Sie heiratet und zieht zu ihm – ausgerechnet in die Riesenstadt Neu-Delhi. Schon der Alltag dort ist ein Abenteuer: Sie kämpft mit hohen, bereits gesundheitsgefährlichen Smogwerten und dem Chaos auf den Straßen, wird mit Not und Armut konfrontiert sowie der überall gegenwärtigen Umweltverschmutzung und erlebt eine Gecko-Invasion in ihre Wohnung.

Offen berichtet sie über ihre Ängste, Zweifel und Gedanken, über ihre Probleme als frisch verheiratetes Ehepaar und von den Herausforderungen, die das Leben in der Fremde mit sich bringt. Besonders bemerkenswert finde ich, wie sie ohne Vorurteile der fremden Kultur und den unterschiedlichsten Menschen begegnet. Als Christ hat sie keine Hemmungen, an einem Ayurveda- Kurs teilzunehmen oder für eine Woche in einen Yoga-Retreat zu gehen, um die Kultur besser kennen zu lernen und sich eine eigene Meinung zu bilden.

Außerdem reist sie viel durch das Land und in andere Länder der Region, wie Bhutan und Nepal. Ich kann nicht sagen, dass mich das Buch „gefesselt“ hätte, aber als Leser bekommt man einen guten ersten Einblick in diese für uns so sehr fremdartigen Länder, das Denken der Menschen, ihre Lebensumstände, ihre Kultur und Religion. Dabei beschreibt Tabitha Bühne sowohl die schönen und faszinierenden Seiten der Länder als auch ihre Probleme, ohne zu verurteilen.

Das Buch ist mit fast 300 Seiten sehr umfangreich und ausgesprochen ansprechend gestaltet: Auf dem Cover ein farbenfrohes Bild mit ornamentartigem Rahmen, der sich auf den Innenseiten fortsetzt. Hinzu kommen viele farbige Fotos, die das Erzählte noch plastischer werden lassen.

Von J. Henle

Leseprobe (PDF)

Verlag: fontis - Brunnen Basel
ISBN: 978-3-03848-138-6
Seitenzahl: 240
ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
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