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Via Satellit in die islamischen Länder: Der arabischsprachige Fernsehsender SAT-7 bringt zunehmend christliche Inhalte in den Nahen Osten. Die Verantwortlichen halten es für "ein Wunder" – und wollen weiterhin Brücken bauen zwischen der christlichen und der islamischen Welt.

Das Publikum liebt Pastor Emad", sagte Kurt Johansen laut einer Mitteilung der Deutschen Missionsgemeinschaft (DMG). Emad moderiert die Sendung "Forbidden" (Verboten) in dem christlichen Fernsehsender SAT-7. Er ist aus Tunesien. Und er ist mutig. In seiner Sendung behandelt er Themen, die viele in der arabischen Welt kaum ansprechen würden. Seine Worte erreichen nach Angaben der DMG rund 14 Millionen Zuschauer. Die Sendung sei "ein echtes Wunder".

In der Talkshow spricht, diskutiert und streitet Emad mit seinen Studiogästen über aktuelle Debatten, Lebensfragen, Zukunftsperspektiven und den christlichen Glauben. Meist sind es sowohl Christen, als auch Muslime, denen er gegenübersitzt. Via Satellit erreicht die zweistündige Talkshow sowohl Menschen in Marokko, als auch in Afghanistan und Europa. "Emad ist ein Künstler, trägt eigene Gedichte vor, unterhält die Menschen und spricht gleichzeitig wichtige Tabuthemen an", erzählt Johansen.

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Wertfreie Antworten

Für viele Zuschauer im Nahen Osten sei diese Form des offenen Gesprächs neu und faszinierend. "So viele Themen waren ihnen vor dem arabischen Frühling verboten, manche Gesellschaft erlaubt es bis heute nicht, Fragen zu stellen." Emad versuche, Antworten zu geben, ohne zu werten. Ziel des Senders sei es, auf diese Weise Brücken zwischen Christen und Muslimen zu bauen.

Der christliche Fernsehsender SAT-7 sendet seit 1995 im Nahen Osten und im Iran. Gefahren sehen die Macher nicht. "Weil der Fernsehsender mit Zentrale auf Zypern und weiteren Studios in Kairo, Istanbul und Beirut inzwischen als ernstzunehmende Größe geduldet, ja sogar geachtet wird", sagt Johansen. Das Programm wird auf Türkisch, Arabisch und Farsi (Persisch) ausgestrahlt. Neben Talkshows werden auch Nachrichten, Andachten, Gottesdienste und Musikvideos ausgestrahlt.

(Quelle: Christliches Medienmagazin Pro)