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Die Kirchen haben am Sonntag bundesweit den «Tag der Autobahnkirchen» begangen. «Autobahnkirchen sind Rastplätze für die Seele», sagte Pfarrer Ralf Steiner in einem vom ZDF übertragenen Fernsehgottesdienst aus der Autobahnkirche Vlotho-Exter in Westfalen. Der Mensch lebe «nicht von Butterbrot und Kaffee allein», sagte Steiner. Ein gutes Wort vom guten Hirten tue der Seele wohl.

  Zum Aktionstag in den Autobahnkirchen im gesamten Bundesgebiet sollte es Andachten und Reisesegen für Autofahrer und Mitreisende geben. In Deutschland gibt es nach offiziellen Angaben 37 Kirchen und Kapellen entlang der Autobahnen, sie werden von rund einer Million Menschen im Jahr besucht.

 Steiner warb für heilsame Unterbrechungen im Alltag als Gelegenheit, die Seele zu pflegen. Zum Auftanken des Wagens fahre man schließlich auch ganz selbstverständlich von der Autobahn ab, so der Pfarrer in seiner Predigt im ZDF. In der alltäglichen Hektik fehle oftmals die Zeit zum Erinnern oder um über sich selbst nachzudenken. «Manchmal merkt man überhaupt erst, wenn man mal eine Pause macht, wie müde oder wie beladen man eigentlich ist», sagte Steiner. Umwege führten deshalb oft besser zum Ziel oder könnten helfen, das Ziel neu zu bestimmen.

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 Die erste Autobahnkapelle wurde 1958 auf Initiative eines katholischen Augsburger Fabrikanten an der Autobahn München-Stuttgart gebaut. Als evangelisches Gegenstück entstand ein Jahr später eine weitere Autobahnkirche im ostwestfälischen Vlotho-Exter. Von den derzeit 37 Autobahnkirchen sind 18 evangelisch, zwölf ökumenisch und sieben in katholischer Trägerschaft.

(Quelle: epd)