Zum 25. Geburtstag bekommt das Jugendmagazin Teensmag ein neues Design und zusätzliche Inhalte verpasst. Jesus.de veröffentlicht exklusiv vorab einen Artikel aus dem Jubiläumsheft über zwei Teens, wie sie im echten Leben Gott begegnen. 

Josias, 17 Jahre

Ich gehe auf ein berufliches Gymnasium, bin nun in der ersten Jahrgangsstufe und damit mittendrin im ersten Teil vom Abitur. Das bedeutet, dass es jetzt echt stressig wird und manche Fächer einen ganz schön in den Wahnsinn treiben. Bei mir ist es das Fach Sport. Und der Grund für meine schlechte Laune hat einen Namen: Coopertest. Was das ist? Bei einem Coopertest muss man 12 Minuten am Stück laufen. Wir Jungs müssen in 12 Minuten ca. 3,1 km für 15 Punkte schaffen. Für zwei Kilometer in der gleichen Zeit bekommt man nur 2 Punkte, also eine 5. Für mich ist es so gut wie unmöglich, in den 10 Punkte-Bereich zu kommen, weil ich nicht der durchtrainierte Sportler bin. Letztes Jahr konnte ich mich noch davor drücken, indem ich mit ein paar anderen Schülern den Coopertest geschwänzt habe. Aber ich weiß, dass das nicht richtig war. Also muss ich ihn jetzt irgendwie laufen.

Einfach starten

Ich überlegte mir, wie ich effektiv für den Test trainieren könnte. Eigentlich lag das ja auf der Hand: Indem ich laufen gehe. Also habe ich mir angewöhnt, auch wenn ich gar keinen Bock darauf hatte, jede Woche zwei- bis dreimal zu joggen, um nicht ganz so schlecht abzuschneiden. Eine andere Baustelle in meinem Leben ist, dass ich nur selten bewusst Zeit mit Gott verbringe, weil mein Alltag so vollgepackt ist mit Schule, Hobbys und Co. Meine Sehnsucht war es aber schon länger, wieder mehr in die Beziehung zu Gott zu investieren. Was hat nun das eine mit dem anderen zu tun?

Den Blick schweifen lassen

Nun jogge ich und verbringe gleichzeitig Zeit mit Gott. Wie das geht? Ich lasse mich auf diese Zeit ein, nehme die Schöpfung um mich herum bewusster wahr als sonst und kann während einer kurzen Pause Jesus all meine Probleme und Sorgen abgeben. Wenn ich auf der Bank sitze, an der ich meine (verdiente) Pause mache, bin ich immer wieder überwältigt davon, wie schön die Schöpfung ist. Normalerweise fällt mir sowas gar nicht auf, doch in diesem Moment nehme ich es wahr. Mein Blick schweift dann von der Bank bis ins Tal und ich darf jedes Mal staunen, wie genial alles gemacht ist. Außerdem werde ich offener dafür, wenn Jesus mir irgendwas aufs Herz legen will oder mir etwas sagen möchte. Diese Zeit mit Gott zu verbringen, ist ein großes Geschenk.

Neue Perspektive

Am Anfang bin ich nur zehn Minuten gejoggt, habe mich dann aber jedes Mal gesteigert, sodass ich jetzt schon 30 Minuten laufen kann. Ich muss sagen: Zum Runterkommen nach einem stressigen Tag in der Schule kann Laufen echt guttun. Ich bin selbst total überrascht, welche Wege es gibt, um Gott zu begegnen.

Foto: Privat

Josias Jaeger will sich gerne noch häufiger von Gott überraschen lassen.

 

 

 


Cäcilia, 15 Jahre

Ich denke zurück an meine Sommerferien: Dieses Jahr bin ich zum zweiten Mal auf die Norwegen-Freizeit der Schüler-SMD nach Skogtun gefahren. Zuvor hatte meine Beziehung mit Gott etwas gelitten. Mir fiel es seit Monaten schwer zu beten. Trotzdem startete ich erwartungsvoll und in der Hoffnung, Gott neu zu begegnen, in diese Freizeit. Außerdem hatte ich große Vorfreude, viele Bekannte vom letzten Jahr wiederzusehen. Nach einer Woche war ich dann, um ehrlich zu sein, enttäuscht. Gott war mir bisher nicht neu begegnet. Fragen gingen mir durch den Kopf: Was ist Gottes Plan? Hat er überhaupt einen Plan für mich? Liebt er mich wirklich so sehr, dass er alles tut, damit ich bei ihm bin?

Innere Leere

Es war Sonntag. Am Morgen führte ich ein intensives Gespräch mit meiner Kleingruppenleiterin. Das verlief anders als geplant: Aus Verzweiflung über meine innere Leere brach ich schnell in Tränen aus und konnte mich kaum noch halten. Nachdem ich mich beruhigt hatte, legte sie mir sehr ans Herz zu beten, trotz meiner Hemmungen. Am Nachmittag stand dann etwas ganz Besonderes auf dem Plan: Wir sollten eine Stunde allein mit Gott verbringen. Aufgeregt und voller Erwartungen suchte ich mir ein ruhiges Plätzchen in der Natur. Dann begann ich, ein Gebet zu verschriftlichen. Ich wollte unbedingt wieder mit meinem Vater reden können. Ich spürte einen außergewöhnlichen Drang, der mir half, ihm alles hinzulegen, was mich belastete.

Nah bei Gott

Und Gott zog mich weiter zu sich: Der Kreuzabend lag vor uns. Der Abend, an dem wir an mehreren Stationen unsere Beziehung zu Gott reflektieren und all unsere Emotionen verschriftlichen konnten. Ich nutzte das Angebot und ließ für mich beten. Es war ein sehr emotionales Gebet, da die Mitarbeiterin, die für mich betete, ein Bild sah, das auf meine Situation zutraf. Das war eine neue Ermutigung für mich, die Zuversicht und den Glauben daran zu bewahren, dass ich Gottes geliebtes Kind bin, egal in welcher Lage ich mich befinde.

Übersprudelnde Freude

An unserem letzten Abend in Skogtun gab es die Möglichkeit, persönliche Erlebnisse mit Gott vor der Gruppe zu erzählen. Nachdem ein Junge sein Erlebnis erzählt hatte, zögerte ich, obwohl ich nach tagelangem Überlegen den Entschluss gefasst hatte, alles zu erzählen. Dann sprudelte es doch aus mir raus und ich erzählte ausführlich von meinen besonderen Momenten mit Gott – auch davon, dass ich realisiert hatte, dass Gottes Pläne so anders sind, als wir es erwarten. Voller Dankbarkeit und neuer Hoffnung reiste ich aus Norwegen ab. Ich hatte das Gefühl, meinen Glauben erneuert und vertieft zu haben.

Foto: Privat

Cäcilia Plötner hat gelernt: Es lohnt sich, unerwartete Wege zu gehen und vor allem Vertrauen und Mut zu haben.

 

 

 


Die Erlebnisse von Cäcilia und Josias gehören zur neuen Teensmag-Rubrik #Daily Life. Hier haben Jugendliche Raum, aus ihrem Alltag zu berichten und zu erzählen, wo sie dort Gott entdecken. Neu ist ab 2020 außerdem die „Girlz&Boyz„-Rubrik, in der typische Fragen von Mädchen und Jungs auf ermutigende Art beantwortet werden. Und: Eine extra Doppelseite bietet von nun an Kleingruppen-Material, um mit der Jugendgruppe/dem Hauskreis einen coolen Abend mit Tiefgang zu verbringen. Das Magazin, das wie Jesus.de zum SCM Bundes-Verlag gehört, gibt es hier.

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