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Antisemitismus

Mit dem Begriff Antisemitismus bezeichnet man heute alle historischen Erscheinungsformen von Judenfeindschaft, obwohl der Begriff selbst erst im 19. Jahrhundert geprägt wurde. Tatsächlich unterscheidet man in der Forschung verschiedenen Forme des Antisemitismus, zum Beispiel den frühen christlichen (oft auch Antijudaismus genannt), den ökonomischen, den islamischen oder den rassistischen Antisemitismus.

„Es handelt sich beim Antisemitismus also nicht bloß um Xenophobie oder um ein religiöses und soziales Vorurteil, das es gegenüber Juden auch gibt, sondern um ein spezifisches Phänomen: eine antimoderne Weltanschauung, die in der Existenz der Juden die Ursache sozialer, politischer, religiöser und kultureller Probleme sieht“, schreibt Werner Bergmann im Artikel Was heißt Antisemitismus? für die Bundeszentrale für politische Bildung.

Die deutsche Bundesregierung hat in Anlehnung an die Internationale Allianz für Holocaust-Gedenken folgende Defintion angenommen: „Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Juden, die sich als Hass gegenüber Juden ausdrücken kann. Der Antisemitismus richtet sich in Wort oder Tat gegen jüdische oder nicht-jüdische Einzelpersonen und/oder deren Eigentum, sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen oder religiöse Einrichtungen.“ (Quelle: Tagesschau, Antisemitismus in zwei Sätzen)

Brennende Flagge
Antisemitismus (Foto: Pixabay / Komposition Jesus.de)
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