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Kirchenasyl

Beim Kirchenasyl wird Flüchtlingen ohne legalen Aufenthaltsstatus vorübergehend Schutz in kirchlichen Einrichtungen gewährt. Es soll den Betroffenen vor einer vermeintlich unzumutbaren Abschiebung schützen, bei der Diskriminierung, Verfolgung oder Tod drohen würden. Ziel ist die Wiederaufnahme des Ayslverfahrens und die Anerkennung als Flüchtling.

Das Kirchenasyl ist keine Rechtsnorm und wird von staatlicher Seite lediglich in Einzelfällen geduldet. Zum ersten Kirchenasyl kam es 1983 in Berlin. Ende 2016 gab es nach Angaben des Vereins „Ökumenische Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche“ rund 308 Fälle von Kirchenasyl mit insgesamt 515 Personen.

Wenn eine Kirchengemeinde Kirchenasyl gewährt, teilt sie dies den zuständigen Behörden mit. Dies ist teil der Vereinbarung von Evangelischer und Katholischer Kirche mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge aus dem Dezember 2015.

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