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Martin Luther

Martin Luther gilt als Urheber der Reformation, als „der Reformator“ schlechthin. Am bekanntesten sind seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel der Katholischen Kirche, die er 1517 verfasste. Er übersetzte die Bibel ins Deutsche und verfasste zahlreiche theologische Schriften und Kirchenlieder.
Luthers Predigten, Schriften und seine Bibelübersetzung veränderten – auch dank der fortgeschrittenen Drucktechnik – die Gesellschaft der frühen Neuzeit. Kritisch wird heute Luthers Antijudaismus gesehen, der in seinen späten Lebensjahren zunahm.

Martin Luther wurde am 10. November 1483 in Eisleben geboren und starb am 18. Februar 1546. Als Theologieprofessor und Augustinermönch entdeckte er für sich die Bedeutung von Gottes Gnadenzusage im Neuen Testament („Sola gratia“ – Gerechtigkeit allein aus Gnade), speziell im Römerbrief. Konsequent wandte er sich gegen den damals weit verbreiteten Ablasshandel der Katholischen Kirche.

Im Januar 1521 exkommunizierte Papst Leo X. Luther. Im April desselben Jahres weigerte sich der Reformator auf dem Reichstag in Worms vor dem Kaiser, seine Lehren zu widerrufen. Karl V. erklärte ihn daraufhin für vogelfrei. Zu diesem Zeitpunkt war Luther jedoch von seinem Gönner, Kurfürst Friedrich dem Weisen, bereits auf der Wartburg bei Eisenach in Sicherheit gebracht worden. Dort übersetzte Luther das Neue Testament in die deutsche Sprache.

In der Folgezeit breitete sich der Protestantismus in Deutschland rasch weiter aus. 1534 erschien erstmals eine komplette „Lutherbibel“.

Luther starb am 18. Februar 1546 in seiner Geburtsstadt Eisleben.

Martin Luther (Gemälde von Lukas Cranach d. Ä., 1528)
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