Transparenz im Rohstoffhandel: Christliche Initiativen machen in Brüssel Druck

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Unterstützer der Kampagne „Licht ins Dunkel“, die sich für mehr Transparenz im Rohstoffhandel und für Armutsbekämpfung einsetzt, haben in Brüssel über 10.000 Postkarten für die dänische EU-Ratspräsidentin Helle Thorning-Schmidt übergeben.
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Die Vertreter von „Micha-Initiative“, „Mission-Net“ und dem britischen Hilfswerk „Tearfund“ trafen zudem mehr als 20 Europa-Abgeordnete aus verschiedenen Ländern, um mit ihnen über EU-Richtlinien für mehr Transparenz zu sprechen.

 „Bürger rohstoffreicher Länder sollten die Möglichkeit haben, Rechenschaft von ihren Regierungen zu fordern. Dadurch wird sich das Leben von Menschen verbessern. Das ist es, worum es bei der Kampagne geht“, erklärte der tansanische Bischof Dr. Stephen Munga, der bei der Übergabe der Postkarten und an den Gesprächen mit Abgeordneten beteiligt war.

 Joel Edwards, Direktor der internationalen Micha-Initiative, betonte, wie wichtig das Thema Transparenz für Menschen in extremer Armut sei: „Es ist ein Skandal. Rund 3,5 Milliarden Menschen leben in Ländern, die reich an Öl, Gas und anderen Bodenschätzen sind. Tragischerweise profitieren arme Menschen aus den vom Rohstoffabbau betroffenen Gebieten selten von den Einnahmen. Verantwortungsträger aus der EU müssen jetzt handeln und sicherstellen, dass das Geld an den richtigen Stellen landet.“

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Die Kampagne „Licht ins Dunkel“ wurde während des europaweiten Mission-Net Kongresses zum Jahreswechsel 2011/2012 in Erfurt gestartet und anschließend in verschiedenen europäischen Ländern durchgeführt.

„Christen aus ganz Europa arbeiten zusammen, um Licht ins Dunkel zu bringen und etwas gegen Korruption und Armut zu unternehmen. Das ist es, wofür diese 10.000 Stimmen stehen“, unterstrich die Direktorin von Mission-Net, Evi Rodemann.

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 Die „Micha-Initiative“ ist eine weltweite christliche Initiative für die Umsetzung der UN-Millenniumsziele und für globale Gerechtigkeit. In Deutschland wird sie von einem Arbeitskreis innerhalb der Deutschen Evangelischen Allianz geleitet und von einem breiten Bündnis christlicher Organisationen getragen. „Mission-Net“ ist eine europaweite Bewegung, die junge Christen zu einem missionalen Lebensstil ermutigen möchte und sie alle zwei Jahre zu einem Kongress zusammenbringt. Verantwortet wird Mission-Net von der Europäischen Evangelischen Allianz.