Angesichts des Terrors des „Islamischen Staates“ fordert der bayerische evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm eine UN-Schutzzone für die bedrohten Christen und andere religiösen Minderheiten im Nahen Osten.
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Die Terrormilizen gingen im Irak und in Syrien mit unerträglicher Grausamkeit gegen alles vor, was ihrer „engen und fanatischen Auslegung des Koran“ widerspreche, sagte der Bischof am Montag in seinem Bericht vor der Landessynode in Bad Wörishofen.

Bedford-Strohm, der auch Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist, appellierte an die Vereinten Nationen, Konzepte dafür zu entwickeln, wie Menschen geschützt werden können und wie religiöse und ethnische Vielfalt erhalten werden kann. Die verfolgten Minderheiten und alle Opfer des IS-Terrors müssten geschützt werden, „wenn es sein muss, mit Waffen“, betonte er.

Es sei unerträglich, dass Christen im Nahen Ostens vor einem sich anbahnenden Völkermord fliehen müssen, sagte der Bischof. Die Zerstörung der assyrischen Denkmäler in Mossul durch IS-Kämpfer sei der gezielte Versuch gewesen, die vorarabischen und vorislamischen Wurzeln der Christen abzuschlagen: „Es wurden hier nicht nur Steine zerhauen, es wurde das Erbe und die Würde der heute christlichen Assyrer zerstört.“