28. Auflage des Nestle-Aland: Die vier Bände der Apostelgeschichte (Bild: WWU - INTF).
Der „Nestle-Aland“ ist die wissenschaftliche Standardausgabe des griechischen Neuen Testaments. Nach neun Jahren Forschungsarbeit haben die Forscher am Institut für Neutestamentliche Textforschung der Universität Münster nun eine rekonstruierte Version der Apostelgeschichte präsentiert – mit 52 Änderungen.
Werbung

Die jetzt vorgelegte Apostelgeschichte ist Teil des Projekts „Editio Critica Maior“ (ECM). Diese Edition basiert auf allen bekannten griechischen Manuskripten des Neuen Testaments, Zitaten in historischer christlicher Literatur und alten Übersetzungen. Sie umfasst vier Bände mit einem Umfang von 1.645 Seiten. Basis für die Überarbeitung waren fast 200 Handschriften aus dem 3. bis 14. Jahrhundert. Damit stehe zum ersten Mal das gesamte relevante Material zur Geschichte der textlichen Überlieferung der Apostelgeschichte zur Verfügung, heißt es in einer Pressemitteilung des Instituts. Als nächstes Projekt sollen die Evangelien folgen.

Das Institut für Neutestamentliche Textforschung erforscht seit 1959 die Textgeschichte des griechischen Neuen Testaments. Aktuell sind rund 5.700 verschiedene Handschriften bekannt. Die Münsteraner Wissenschaftler verwalteten die Liste der Handschriften und vergeben bei Neufunden Nummern, die in der Forschung weltweit anerkannt werden.

Der Nestle-Aland ist nach seinen ersten Herausgebern Eberhard Nestle und Kurt Aland benannt.

Werbung

Link:  „New Testament Virtual Manuscript Room“ (digitalisierte Handschriften)

3 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Etliches fiel an den Weg, und es wurde zertreten, anderes fiel auf den Felsen und es verdorrte, anderes fiel unter die Dornen – vom Sämann

    Worum es geht: Die Christen sind auf der falschen Spur. Ich will das auch kurz erklären.

    In einem Magazin las ich, daß das ursprüngliche Christentum ein Wiedergeburtsglaube sei, aber die Schrift diesbezüglich verändert worden. Der Autor versuchte eine Annäherung an Buddhismus und Karma: Aufstieg und Fall seien ausgelöst von den guten und sündigen Taten im vorherigen Leben.
    Das klang alles sehr vernünftig, doch gut gemeint ist nicht gut gemacht.

    Was ist das Christentum wirklich für ein Glaube? Ein Vorsehungsglaube! Man muß sich eingestehen, daß alles, was geschieht, unabwendbares Schicksal ist.
    Woran kann man erkennen, daß es ein Vorsehungsglaube ist? Die Bibel enthält nicht weniger als 3200 Prophezeiungen. Praktisch reiht sich eine an die nächste. Schlägt man die Bibel auf, ist es kaum möglich, nicht eine Prophezeiung zu treffen. Propheten kann es nach Adam Riese nur geben, wenn der Plan für die Gegenwart bereits besteht.

    Die Kirchenfürsten haben den Glaube an das Schicksal einst abgelehnt. Doch ein freier Wille trennt uns von Gott. Ob es uns gefällt: so funktioniert die Wahrheitssuche nicht. Steht ein Baum auf der Straße, ist es dumm, ihn zu ignorieren, weil wir sonst dagegen fahren.

    Und Jesus sprach: Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist mein nicht wert.
    Es gab viel Rätselraten, was Jesu Spruch wirklich bedeutet. Im Lichte des Schicksalsglaube ist der recht einfach zu verstehen: Wir sollen das Schicksal, welches uns bestimmt ist, auf uns nehmen. Jesus machte es vor. Das Kreuz hatte er gewählt, weil er von der seiner Kreuzigung wußte, schließlich war er auch ein Prophet. Daß er wenig begeistert war von seinem Schicksal, beschreibt die Bibel ausführlich.
    Ich habe Jesus nicht in mir verwirklicht, oder in mir entdeckt. Für mich ist er wie ein Gefährte. Der Gottessohn zu sein, ich glaube, das kann schon mal ein Ballast werden.

    Von Ödypuss wissen wir, er entkam seinem Schicksal nicht. So wußte Jesus, daß eine Flucht vor der Kreuzigung unnütz wäre.
    Und Jesus erfüllte viele Weissagungen. Damit bestätigte er seinen Anspruch, der von Jesaja geweissagte Friedefürst zu sein.

    Das Geheimnis Jesu ist: Jesus war ein Fatalist!

    Wer an den freien Willen glaubt, irrt umher. Der Vorsehungslaube erst bringt uns in die richtige Stellung zum Weltgeschehen. Wir erkennen an, daß Gott allmächtig ist und allwissend. Und unsere Sünden weiß, bevor wir sie gedacht haben. Aber Gott ist barmherzig. Sonst würde niemand erlöst werden.

    Wir stehen plötzlich in ganzer Kleinheit und zerpflückt von unseren Sünden vor dem allwissenden und allmächtigen Schöpfer des Universums und geben demütig zu: Gott, ich habe dich verkannt!

    Zeit ist eine menschliche Erfindung. Gott kennt keine Zeit: „Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, der Erste und der Letzte. „ Apk. 22,12
    Verändern wir unsere Stellung, geben wir Gott sein Reich zurück vom Anfang bis an das Ende aller Dinge. Das ist seine Allmacht.

    Ein Wort noch zu den Geboten:

    „Selig sind, die seine Gebote halten, auf daß sie Macht haben an dem Holz des Lebens und zu den Toren eingehen in die Stadt. Denn draußen sind die Hunde und die Zauberer und die Hurer und die Totschläger und die Abgöttischen und alle, die liebhaben und tun die Lüge. Apk 22, 13-15

    Paulus hat die Gebote – du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch Zeugnis reden – im Römerbrief zusammengefaßt in der „Nächstenliebe“.
    Wir können nicht alle Menschen lieben. Der Anspruch ist zu groß; da scheitert man erbärmlich. Und wer behauptet, er liebe alle Menschen, den möchte ich sehen, wenn er betrogen wird.
    Unsere „Nächstenliebe“ richtet sich zum Ersten auf die „Kinder unseres Volkes“ (Mose 3 19,18)! Und zum Zweiten hat die mit Liebesgefühlen wenig zu tun. Ich würde die Gebote daher als „Anstandsregeln“ bezeichnen: Was du nicht willst, das man dir tu‘, das füg auch keinem anderen zu! Wer möchte von seiner Frau betrogen werden, oder einen Nachbarn haben, der begierig ist auf unseren Hof?
    Wer die Gebote hält, ist ein anständiger Mensch. Er übt tätige Nächstenliebe. Ist das zu viel verlangt?
    Gestehen wir uns auch ein: die Gebote sind nicht überhöht. Wir müssen keine Felswände erklimmen, keine Klippen umschiffen im brausenden Meer, um sie zu halten. Der Allmächtige ist ein guter Gott.

  2. „Die Weltgeschichte ist das Weltgericht“ Friedrich Schiller

    Ich denke, da liegt Schiller sehr richtig. Für mich ist er einer der ganz Großen.

  3. Und jetzt kläre den Erdkreis auf, daß das Endgericht vor der Tür steht.

    Is gebongt. Allerdings kann ich’s ihm nur aufquälen – die tragen Petersilie in den Ohren und sind alle sehr beschäftigt?
    Na ja, daß es leicht wird, hat auch niemand versprochen ..

Comments are closed.