Jerusalem (Foto: Pixabay)
Die Jerusalem-Entscheidung von US-Präsident Donald Trump wird von Kirchenvertretern weltweit sehr unterschiedlich bewertet. Während der lutherische Palästinenser-Bischof Munib Younan und die Koptische Kirche in Ägypten eine weitere Verschärfung des Nahost-Konflikts fürchtet, loben US-Evangelikale und der jüdische Weltkongress Trumps Vorstoß.

Younan warb gegenüber dem Evangelischen Pressedienst für ein Jerusalem, in dem die jüdische, die christliche und die muslimische Religion sowie israelische und palästinensische Bürger gleichberechtigt zu Hause sind. Er ist Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land. Auch der Weltkirchenrat hatte Trumps Ankündigung kritisiert.

Als Reaktion auf Trumps Entscheidung sagte das Oberhaupt der koptisch-orthodoxen Kirche, Papst Tawadros II., ein für Mitte Dezember geplantes Treffen mit US-Vizepräsident Mike Pence ab. Der US-Präsident habe die Gefühle von Millionen Arabern ignoriert, hieß es zur Begründung. Poltik und Religion seien in Ägypten untrennbar miteinander verbunden. Diese Provokation könne eine Welle von Gewalt und Terror nach sich ziehen

Der EKD-Repräsentant im Heiligen Land, Wolfgang Schmidt, der seit 2012 in Jerusalem lebt, betrachtet die Pläne von US-Präsident Donald Trump, Jerusalem als israelische Hauptstadt anzuerkennen, „mit großer Sorge“. Sie könnten das Ende des Friedensprozesses im Nahen Osten bedeute. „Die Hauptstadt nach Jerusalem zu verlegen, wäre schizophren und kontraproduktiv für eine Zwei-Staaten-Lösung. Ich kann mir diesen Schritt nur damit erklären, dass er Klientelpolitik betreibt. Mit der Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt käme er seinen evangelikalen Wählern in den USA entgegen.

Zustimmung bei jüdischem Weltkongress

Der Jüdische Weltkongress (WJC) begrüßte dagegen die US-Entscheidung zur Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels. „Wir hoffen, dass dies ein Schritt in Richtung Frieden und Stabilität im Nahen Osten sein wird“, erklärte WJC-Präsident Ronald Lauder. Trump habe einen wichtigen und mutigen Schritt getan. Jerusalem sei die unbestrittene Hauptstadt Israels.

Fernsehpredigerin Paula White, Vorsitzende von Trumps evangelikalem Beraterrat, sagte, für Christen sei „Israel ein heiliges Land“, und Trump habe sein Wahlversprechen zu Jerusalem eingehalten, „ganz gleich wie laut die Stimmen der Skeptiker und Kritiker“ seien. Amerikas Außenpolitik in Bezug auf Israel decke sich nun mit „der biblischen Wahrheit“, dass Jerusalem die „ewige und unteilbare Hauptstadt des jüdischen Staates“ sei, lobte der Präsident des konservativen „Family Research Council“, Tony Perkins.

International stieß Trumps Ankündigung mehrheitlich auf Kritik. Es wird befürchtet, dass damit der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern weiter angeheizt wird. Der Status von Jerusalem ist eines der heikelsten Themen bei der Suche nach einer Lösung für den Nahost-Konflikt. Die Palästinenser beanspruchen Ost-Jerusalem als Hauptstadt eines künftigen Staates Palästina.

8 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Jerusalem gehört zu Israel, ich weiß gar nicht was es da zu diskutieren gibt! Leider ist es eine traurige Tatsache dass Deutschland diesen Weg nicht geht.

  2. ich finde es sehr gut das Trump diese Entscheidung getroffen hat.
    traurig finde ich die Meinung von Frankreich und Fr.merkel.
    die UNO und UNESCO attackieren am laufenden Meter Israel mit islamisch prägenden Resolutionen die allen jüdischen Ursprung leugnen.
    dies ist eine Frechheit und Unverschämtheit Israel und Gott gegenüber.das Judentum ist 3250 Jahre alt
    das Christentum 2000 Jahre und der Islam 1450 Jahre.
    als Christin sollte Fr.merkel den Willen Gottes im Auge haben.
    1.mose 15. sagt Gott welches Land Israel gehört und das tausende von Jahren bevor der Islam kam.
    Gott war eher wie Allah.
    Gott hat die Nachkommen Israels die Araber reichlich mit Land gesegnet.
    seit der Gründung des Staates Israels attackieren die Hamas und andere islamische Truppen Israel.sie Zetteln ständig Krieg an.komisch das die Welt auf beiden Augen blind ist und das nicht sehen will.
    die Hamas spricht von Hölle das sie anrichten wollen .dieses höllenverhalten betreiben sie seit der Gründung des Staates Israels.und damit greifen sie nicht nur Israel an sondern Gott höchstpersönlich.
    Gott sagt an mehreren Stellen das Jerusalem seine stadt ist.
    traurig finde ich das Verhalten von all denen die sich Christen nennen aber Gottes Willen ignorieren wollen.da fragt man sich wo ist der Glaube?kann man den Willen Gottes einfach ignorieren?des Schöpfers dieser Welt. der älter ist als alles?und vor allen Dingen älter um Jahre älter wie allah

    • Irgendwie verwechselst du da was. Gott (in deutscher Sprache) wird in der arischen Welt, die nicht nur aus Muslimen besteht, „Allah“ genannt. Der Koran bezeugt eimndeutig, dass der Gott der Christen und Juden derselbe Gott wie der der Muslime ist.

      Wir sollten uns an die geteilte Hauütstadt Berlin erinnern, welche in der Sowjetischen Besatzungszone zur Haupt der DDR wurde, obwohl klar war, dass es nicht die gesamte Stadt sein konnte.

      Ost-Jeriusalem kann durchaus Hauptstadt der Palästinenser bleinben umnd der Rest eben zu Israel gehören.

      Was der Gesamt-Meldungslage zu entsprechen scheint, ist die Wertung der Aussage der Aussage Trumps aös Absicht. Ob das so kommt, bleibt ab zuwarten.

      MenschMartin

  3. Das ist eine Entscheidung, die längst überfällig ist. Warum sollten sich die USA das Recht herausnehmen, Jerusalem nicht als Hauptstadt anzuerkennen. Die Gefahr in diesem Land ist nicht die Frage, ob Jerusalem als Hauptstadt anerkannt wird, sondern sind die Palästinenser. Eine Autonomie, die es zwanzig Jahre gibt und nicht, wie vorgesehen, wirklich demokratisch ist. Der Gaza, der zur Autonomie gehört und von den Terroristen Hamas regiert wird.
    Heute gab es wieder Gewalt und einen Aufstand, weil die Palästinenser nicht wollen, dass Jerusalem anerkannt wird. Wo haben die Israel mit Gewalt regiert, weil die politische Entscheidung in der Vergangenheit war, dass Jerusalem nicht als Hauptstadt anerkannt wird. Wer nicht will, dass Jerusalem Israels Hauptstadt ist, der sollte sich überlegen, auf welche Seite er sich stellt.

  4. Das ist wieder typisch die Zerschlagung des Gordischen Knotens, statt ihn zu lösen. Die Verwicklungen sind genau von denen angerichtet worden, die nun das Schwert herausziehen – gleich welcher Seite.

    Die Verlogenheit der deutschen Politik steckt im Detail. Und da kann ich auch die Kirche nicht herauslassen. Israel scheint nach einhelligen Verlautbarungen der einzige Staat zu sein, für den das Selbstbestimnungsrecht der Völker (Völkerrecht) gilt. Für Deutschland, die europäischen Staaten, Palästina, Syrien, Lybien und viele andere orientalische, afrikanische und lateinamerikanische Staaten wird es aus jeder Debatte getilgt.

    Die Araber haben bei der Gründung des Staates Israel davon gewarnt, Palästina zu zerteilen. Sie hatten Recht und Israel wurde zum chronischen Konfliktherd für die Welt. Viel Blut ist seither geflossen.
    Die mit Unrecht besetzen Gebiete Israels, die Unfähgikeit des Westens und auch Deutschlands, sich zumindest für eine Zweit-Staaten-Lösung stark zu machen, ist mit Händen greifbar. Genauso verlogen ist es da natürlich für die Opposition, sich über Donald Trump zu echauffieren. Der hat nur das Vakuum gefüllt, welches der Rest der Welt hinterlassen hat.

    Das mit Betrug, falschen Tatsachenbehauptungen und psychischer Gewalt angeeignete Europa, die rechtswidrige Überfremdung sind so aggressiv gegen das Selbstbestimmungsrecht der Völker gerichtet, daß Europa nie wieder zur Ruhe kommen wird. Angeblich werden unsere Politgangster darauf vereidigt, dem Frieden in der Welt zu dienen, aber nach Sachlage dienen sie dem Kapital und dem Krieg. Die 10 Gebote sind pervertiert zu den 10 Verboten. Darber täuschen auch Alibi-Funktionäre wie die schreckliche Käßmann und der Hampelmann Bedford-Strohm nicht hinweg, zumal sie selbst noch die Nächstenliebe pervertieren. Die können scheinbar nicht mal mehr lesen: unter jedem Absatz steht der Verweis auf Mose 3 19, 28.

    Die Anpassungslinie der EKD ist fatal und sie wird im Desaster enden. Die EKD hat nicht den kleinsten Rest von Individualität erhalten und man darf sich fragen, wie eine solche Institution von sich selber behaupten mag, sie würde gegen Hitler vorgehen, wenn zwischen einer beliebigen Altpartei und der EKD soviel Unterschied besteht wie zwischen Regen im Wasser? Die EKD gegen die bewaffnete SA – wer wissen will, wie es damals war, der schaue einfach hier.

    Anpassung an das Unbequeme wird vom Unbequemen als Unterwürfigkeit empfunden. Wer keine Widerworte hat, gegen tote Schimären kämpft wie die EKD und nur Türen einrennt, die sperrangelweit offen stehen (Hilfe in Afrika), hat keine Freunde. Er wird nur als Fußabtreter geduldet. Und wenn er den Dreck nicht mehr aufnehmen kann, beseitigt.
    Die EKD hat keine Freunde in der Politik. Sie ist der nützliche Idiot, und sie hat wegen ihrer Unterwürfigkeit auch keine Freunde bei den Kritikern der Politik. Sie hat gar keine Freunde und täuscht sich mit trügerischen Hoffnungen darüber hinweg. Die EKD macht alles falsch und deshalb ist auch die Lehre falsch. Die wirkt wie die fahle Kindergeschichte eines ungebildeten Erwachsenen, der sich nicht einfühlen kann.

    Vor allem haben die Frauen die Kirche übernommen, und Frauen ticken erheblich anders als Männer. Es ist nicht umsonst, daß Mörderinnen so häufig Giftmischerinnen waren. Frauen gehen anders über Leichen, aber sie gehen über Leichen.
    Wie weit ist das 3. Reich aufgearbeitet? Frauen gibt es nur als Trümmerfrauen. Von wegen, denn viele Großveranstaltungen mit Hitler waren reine Frauenveranstaltungen, da ging das zu wie auf einem Beatleskonzert. Die Frauen waren hysterisch und sind in Ohnmacht gefallen. Bilder davon gibt es im Netz.

    In der Bibel steht, daß Frauen ins Himmelreich kommen, wenn sie werden wie die Männer. Daß Männer werden sollen wie die Frauen, davon steht da nichts.

    • Die wirre Argumentation des Lutz Schnelle sollte eigentlich nicht in solcher Länge veröffentlicht werden.
      Dass Jerusalem die Stadt Gottes ist, kann nicht bestritten werden. Deshalb sollten die hasserfüllten Palästinenser nicht weiter ernst genommen werden. Denn mehr als Hass gegen Israel verbreiten können sie nicht. Leider.

  5. An dieser Diskussion ist sehr gut zu erkennen, wer Jesus lieb hat – und wer nicht!

    Der Name Jerusalem kommt 669 x im Alten Testament und 139 x im Neuen Testament vor.

  6. Ich frage mich aus welchen Beweggründen Donald Trump diese Entscheidung jetzt getroffen hat. Betreibt er Klientelpolitik für seine Unterstützer oder um was geht es ihm. Für mich persönlich gehört Jerusalem zu Israel und man kann entsprechende Bibelstellen auch so interpretieren, dass Jerusalem als ungeteilte Stadt zu Israel gehört. Man muss diese Meinung aber nicht exakt so haben. Das fängt schon mit der Frage an, ob mit „Israel“ der heutige Staat Israel gemeint ist, der ein säkulärer Staat mit einer parlamentarischer Demokratie ist, was ich sehr begrüße. Auf dieser Basis haben nun mal Politiker die Verpflichtung, Lösungen auf dem bestehendem System zu finden. Sie können sich nicht allein auf Bibelstellen berufen, sondern müssen die aktuellen Realitäten berücksichtigen und das bedeutet auch, dass Sie den Palästinensern Perspektiven bieten müssen. Dazu gehört für mich auch, dass man den arabischen Nachbarn vorwerfen kann, dass Sie sich nicht wirklich für die Rechte der Palästinenser eingesetzt haben, sondern froh waren, diesen Streit zu haben, der von ihren eigenen Problemen ablenkte (zum Beispiel die Frage von Menschenrechten, Religionsfreiheit in arabischen Ländern). Dazu gehört auch, dass die Palästinenser vor allem in Gaza seit Jahren eine terroristische Führung haben, die die reichlich fließenden EU-Fördermittel nicht genügend für die wirtschaftliche Entwicklung, für Schulen und Universitäten einsetzet, sondern damit den Terror fördert. Dazu gehört aber auch, dass der säkulare Staat Israel, Fehler macht. Das ändert nichts an der Unantastbarkeit Israels und auch des Staats Israel. Manchmal habe ich die Utopie, die Menschen, die in Israel leben, sollten sich zusammensetzen können, unabhängig von den Mächten drumherum und selbst entscheiden können, wie sie friedlich zusammenleben können, aber ich weiß, dass das eine Utopie ist. Ich wünsche Israel Frieden und betet dafür und das umfasst alle Menschen, die dort leben. Schalom!

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