US-Gericht: Katy Perry hat von christlichem Musiker geklaut

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Katy Perry singt vor einer Nebelwand.
Katy Perry sang "Dark Horse" unter anderem bei der 56. Grammy-Verleihung. Foto: picture alliance / AP Images / Matt Sayles
Die Sängerin Katy Perry soll den Beat eines christlichen Liedes geklaut haben. Dies hat ein Gericht in Kalifornien entschieden. Perry selbst sagt, sie hätte den Song niemals gehört.

Popstar Katy Perry soll für ihr Lied „Dark Horse“ den Hintergrundbeat des christlichen Rapsongs „Joyful Noise“ kopiert haben. Zu diesem Urteil kam am Montag ein Gericht in Los Angeles. Der Rapper Flame (bürgerlich Marcus Gray) hatte 2014 gegen die Musikerin geklagt. Unter anderem sah er sein christliches Image durch die „antichristliche Zauberei, den Paganismus, die schwarze Magie und die Symbolik der Illuminaten“ geschädigt, die in „Dark Horse“ und dem Musikvideo verwendet würde. Das berichten einstimmig zahlreiche Medien.

„Dark Horse“ hatte 2013 vier Wochen lang Platz eins der US-Charts belegt und Perry eine Grammy-Nominierung eingebracht. Das Musikvideo zeigt die Sängerin als ägyptische Königin. Während sie über Besitzansprüche an Männern singt, verwandelt sie mehrere Menschen in Sandhaufen oder einen Hund.

Katy Perry war selbst Christin

Flame sah sich um seinen Beat betrogen und klagte. Perry und weitere Mitwirkende gaben im Prozess an, nie etwas von „Joyful Noise“ gehört zu haben. Außerdem hielt die Verteidigung den Beat für zu gewöhnlich, um unter Urheberschutz stehen zu können. Die Kläger verwiesen im Gegenzug darauf, dass Katy Perry selbst in den frühen 2000er Jahren christliche Musik gemacht habe und zwei Pastoren als Eltern habe. Deswegen hielten sie es für wahrscheinlich, dass sie auf „Joyful Noise“ gestoßen sei. Die Musikerin hatte sich vor einigen Jahren von ihrer christlichen Vergangenheit distanziert.

Die Verhandlungen dauerten eine Woche. Schließlich entschied das Gericht, dass Perry und die weiteren Autoren die Hintergrundmusik bewusst oder unbewusst kopiert hätten. Über die Höhe der Schadensansprüche wird am Dienstag entschieden.

Hier der Vergleich von Katy Perrys „Dark Horse“ und „Joyful Noise“ von „Flame“:

1 DIREKT-KOMMENTAR

  1. Typisch für „dark angels/horses“: sie sind unfähig Neuartiges zu erschaffen, sie können nur kopieren und verzerren.
    Dass das Gericht der Klage stattgibt klingt nach „joyful news“.

    Den Beat so dreist zu kopieren und dann beim Liedtitel auch noch so unkreativ zu benennen, dass es sich sogar auf den Originaltitel reimt, gehört fraglos geahndet.
    Alles richtig gemacht, Flame!

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