Wie viel wissen US-Amerikaner über verschiedene Weltreligionen? Diese Frage hat sich auch das Pew Research Center gestellt. Hier sind die Ergebnisse der Umfrage. 

Über das Christentum und die Bibel wissen viele Amerikanerinnen und Amerikaner gut Bescheid. Gerade bei anderen Weltreligionen hapert es jedoch. Das ist das Ergebnis einer amerikanischen Studie des Pew Research Center unter knapp 11.000 erwachsenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Diese sollten einen Katalog mit 32 Multiple-Choice-Fragen beantworten. Die Fragen reichten bewusst von einfacheren Fakten (Was ist ein Atheist?) bis hin zu schwereren Fachfragen (Wie viele erwachsene Menschen in den USA sind Juden?). 14 Fragen hatten die Bibel und das Christentum zum Thema. Die restlichen behandelten die anderen Weltreligionen, die religiöse Bevölkerung und die Verfassung. Alle Fragen sind hier zu finden, ein abgespecktes Online-Quiz hier.

Viele wissen, was Ostern ist

Das Ergebnis: Die Bürgerinnen und Bürger waren im Mittel nicht in der Lage, die Hälfte der Fragen richtig zu beantworten. Durchschnittlich lagen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit 14,2 Antworten richtig. Was ein Atheist ist, konnten 87 Prozent der Befragten beantworten. Auch, was an Ostern gefeiert wird, wussten etwas mehr als vier Fünftel der Amerikanerinnen und Amerikaner. Dahingegen ordneten nur 13 Prozent den Philosophen Maimonides dem Judentum zu. 15 Prozent wussten, dass Vedas ein religiöser Text im Hinduismus ist. Die Fragen, die Christentum und Bibel betrafen, wurden von vielen Befragten korrekt beantwortet. Auch beim Islam wussten einige noch Bescheid. Bildungslücken taten sich bei Hinduismus, Buddhismus und Judentum auf.

Besonders weit vorne bei der Beantwortung der Fragen lagen Jüdischgläubige (18,7 von 32 Fragen richtig beantwortet). Ihnen folgten Atheistinnen und Atheisten (17,9 richtige Antworten) und Agnostikerinnen und Agnostiker (17 richtige Antworten). Etwas dahinter liegen die evangelikalen Protestantinnen und Protestanten (15,5). Das Schlusslicht bei den statistisch erfassten Glaubensgemeinschaften bildeten die „Historically Black Protestants“. Auch Menschen mit einem höheren Bildungsstand und einem intereligiösen Bekanntenkreis wussten die Fragen eher zu beantworten. Männer (15,5 richtige Antworten) schnitten besser ab als Frauen (13), Menschen über 65 (16 richtige Antworten) besser als junge Erwachsene unter 30 (11,9)

4 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Es nützt keinem Menschen etwas, was und wie viel er über Jesus weiss. Viel wichtiget ist es Jesus persönlich zu kennen, an ihn zu glauben, den gekreuzigten und aufertstandenen Erlöser zu glauben. Das allein entscheidet über die ewige Zukunft eines jeden Menschen.

    • Natürlich braucht ein Mensch Vorbilder, Gedanken, Leitlinien, um ein Ziel auszumachen, eine Richtung, in der er gehen will. Warum aber den (leeren) Himmel danach absuchen? Warum nach Göttern Ausschau halten, die erstaunlich wenig zur Verschönerung des Lebens hier auf Erden unternommen haben? Warum kein Loblied auf den Humanismus anstimmen?

      • Der Mensch ist zweifelsohne das höchstentwickelte, intelligenteste und alleinig kreatives Geschöpf, des Universums. Ihm wurde die Verantwortung übertragen für die Erde zu sorgen und sie zu verschönern. Was auf diesem Planeten geschieht, haben Menschen zu verantworten.
        Dass davon mitnichten alles lobenswert ist, darüber sind wir uns doch einig?
        Nun, der Humanismus behauptet, der Mensch könne sich am eigenen Schopf aus diesem Morast ziehen.
        Und meint, jeder sei sein eigener Gott. Somit gäbe es so viele Zentren des Universums, wie Menschen.

        • Hallo Lena,
          Humanisten haben keine Götter. Sie kommen ganz ohne Zinnober aus, ohne Hokuspokus. Ein Humanist weiß nur: dass wir einander ähneln und dass wir Auserwählte auf Erden nicht haben, aber: das jeder von uns Anspruch auf Würde und ein brauchbares Leben hat, eben bedacht auf das eigene Glück und nicht unbedacht auf die Freuden der anderen.
          Herzlich, Dieter.

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