USA: Berufungsklage nach Trauscheinverweigerung gescheitert (FAZ)

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Außenansicht des Supreme Court.
Der Supreme Court in Washington, D.C., Foto: Pixabay / Mark Thomas
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Die ehemalige Standesbeamtin Kim Davis (Kentucky) ist mit einer Berufungsklage vor dem Obersten Gerichtshof der USA gescheitert. Dies berichtet die FAZ. Davis hatte sich vor fünf Jahren aus religiösen Gründen geweigert, homosexuellen Paaren einen Trauschein auszustellen (Jesus.de berichtete). Daraufhin war sie von mehreren gleichgeschlechtlichen Paaren auf Schadensersatz verklagt worden.

Davis, selbst Mitglied der Apostolischen Kirche, berief sich bei ihrer Weigerung auf die in der Verfassung verankerte Religionsfreiheit. Ein Gericht schickte sie damals für mehrere Tage in Beugehaft. Nachdem sie sich mit ihrem Fall an den Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten wendete, wies dieser ihren Antrag auf Berufung jetzt ab.

Zwei der konservativen Richter am Supreme Court nutzten die Entscheidung des Gerichts zu einer eigenen Stellungnahme. Ihrer Meinung nach lasse die Legalisierung der Homo-Ehe Amerikaner mit religiösen Einwänden „im Regen stehen“, zitiert die FAZ die Richter.

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Link: Supreme Court lehnt Antrag von früherer Standesbeamtin ab

6 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Demokratie ohne Minderheitenschutz entartet schnell zur Diktatur der Mehrheit über die Minderheit. Wenn durch Beschlüsse die Grundlagen der Menschheit ausgehöhlt werden, dass nämlich eine Ehe die Gemeinschaft zwischen einer Frau und einem Mann ist und nichts anderes, bewegen wir uns auf den Abgrund zu. Oder sind wir schon weiter?

    • Hallo Herr Steeb, helfen Sie mir mal bitte weiter: Was genau ist daran so schlimm, wenn ein Mann einen Mann bzw eine Frau eine Frau heiratet? Wem wird dadurch ein Schaden zugefügt? Wo genau lauert hier ein „Abgrund“?

      • Hallo Frau Schierholz, wem wurde in diesem Fall der Schaden zugefügt? Waren Sie schon einmal in Beugehaft? Wir sind schon längst am Abgrund, denn wo Gott aus dem Alltag entfernt wird, bleibt nichts anderes.

        Es wäre ein kleines gewesen, einen anderen Standesbeamten zu beauftragen, stattdessen soll hier jemand gegen seine Glaubensüberzeugung handeln.

        Vielleicht sollten Sie das Buch Daniel nochmal durcharbeiten, um erahnen zu können, wo wir uns gerade als Gesellschaft befinden.

        • Hallo Markus, das war ja genau meine Frage, wem es schadet, wenn ein gleichgeschlechtliches Paar heiratet. Wo sehen Sie denn in unserer Gesellschaft Parallelen zum Buch Daniel? Wo ist hier der „Abgrund“, von dem Herr Steeb schreibt? Warum haben Sie gerade bei diesem Thema die Befürchtung, dass „Gott aus dem Alltag entfernt“ wird?
          Was die Standesbeamte betrifft: Wenn sie aufgrund ihrer Glaubensüberzeugungen ihren beruflichen Pflichten nicht mehr nachkommen kann, ist das tatsächlich eine Sache, die sie mit sich selbst ausmachen muss. Dann sollte sie sich vermutlich einen anderen Job suchen. Denn auch in den USA gilt die Trennung von Staat und Kirche und haben sich Staatsdiener an ihre Pflichten zu halten.

  2. Wer meint, dass es durch seinen Glauben gerechtfertigt ist, andere Menschen zu diskriminieren, hat Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit und Minderheitenschutz nicht verstanden.

    Ein gutes Urteil, das in diesen Tagen schon fast überrascht aus den USA

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