Christians against Christian Nationalism

17 US-amerikanische christliche Leiter haben eine gemeinsame Erklärung gegen „christlichen Nationalismus“ veröffentlicht („Christians Against Christian Nationalism“). Sie warnen vor der Vermischung christlicher und amerikanischer Werte. Dies sei eine Gefahr für die Demokratie und für die religiösen Gemeinschaften im Land.

Christlicher Nationalismus impliziere fälschlicherweise, man müsse Christ/in sein, um eine/e gute/r Staatsbürger/in zu sein. Er überschneide sich oft mit rassistischen Ideen von einer weißen Vormachtstellung.

Zu den Unterzeichnern der Erklärung zählen Pastor Michael Curry, der durch seine Predigt bei der Hochzeit des britischen Prinzen Harry und Meghan Markle bekannt wurde, Tony Campolo („Red letter christian movement“) und Jim Wallis („Sojourners“). Insgesamt haben nach Angaben der Initiatoren bislang 4.000 Personen die Erklärung unterzeichnet.

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2 DIREKT-KOMMENTARE

  1. So etwas Ähnliches brauchen auch wir. Zu viele Christen, die ich kenne, sind u.a. nationalistisch eingestellt, was ich erschreckend finde.

  2. Das Recht von Menschen, sich zu einem Volk zusammenzuschließen, ist völkerrechtlich verankert. Es ist ein Anwendungsfall des allgemeinen Rechtes auf Vereinigungsfreiheit, das auch die Existenzgrundlage aller Freikirchen ist. (In der katholischen Soziallehre hat man hierfür die Ausdrücke „Föderalismus“ und später „Subsidiarismus“ geprägt.)
    Totalitäre Gruppen lehnen dieses Freiheitsrecht ab – in ihren Augen darf es nur eine einzige Weltgemeinschaft geben, aber keine partikularen Sondergemeinschaften.
    Christen stehen hier vor der Frage, ob sie sich dem „subsidiären“ oder dem totalitären Lager anschließen wollen. Diese Frage ist offenbar immer noch nicht entschieden.

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