Eine Kamera steht in einer Konzerthalle.
Symbolbild: Getty Images / iStock / Getty Images Plus / Sinenkiy

In den USA steigen die Covid-19-Infektionszahlen wieder stark an. Die Kirchen ziehen die Reißleine – und kehren zu Onlinegottesdiensten zurück.

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Wegen eines rapiden Anstiegs an Corona-Neuinfektionen im Süden und Westen der USA kehren manche Kirchen nach einer kurzen Phase mit gemeinschaftlichen Gottesdiensten wieder zu Online-Zusammenkünften zurück. Die gegenwärtige Infektionswelle treffe Kirchen härter als die erste im Frühjahr, sagte der Direktor des Verbandes der Südlichen Baptisten von Arizona, David Johnson, am Montag (Ortszeit) im Informationsdienst „Baptist Press“.

Die Staaten Arizona und Texas sind stark betroffen. Mehrere Mitarbeiter seien positiv auf das Coronavirus worden, erklärte der Pastor der Megakirche North Phoenix Baptist Church in Phoenix in Arizona, Noe Garcia. „Baptist Press“ berichtete, der Pastor der North Swan Baptist Church in Tucson in Arizona, Gary Marquez, sei an Covid-19 gestorben.

Dramatische Zunahme

Im texanischen Houston appellierte Bürgermeister Sylvester Turner an Kirchen, auf gemeinschaftliche Gottesdiensten zu verzichten. Der Pastor der Sagemont Kirche, Matt Carter, schrieb auf Facebook, in der Stadt sei die Zunahme von Covid-19 „dramatisch“.

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In der protestantischen Cavary Chapel in San Antonio in Texas haben sich laut Informationsdienst „Christian Post“ mehr als 50 Gemeindemitglieder infiziert, darunter Pastor Ron Arbaugh. Er werde künftig das Tragen von Mund- und Nasenschutz vorschreiben, kündigte Arbaugh an. Laut der Webseite der Kirche finden vorläufig nur Online-Gottesdienste statt.

Kirche schränkt sich freiwillig ein

Der Bischof der römisch-katholischen Diözese El Paso in Texas, Mark Seitz, gab am Montag neue Restriktionen bekannt. Wegen eines starken Anstiegs an Neuinfektionen habe die Regierung von Texas Ansammlungen von mehr als zehn Personen verboten. Religiöse Einrichtungen seien zwar von der Vorschrift ausgenommen, doch die Kirche werde sich daran halten, um den „gefährlichen Trend“ der Virusausbreitung zu stoppen.

In den USA melden die Behörden gegenwärtig rund 50.000 Neuinfektionen am Tag, mehr als während des vermeintlichen Höhepunktes der Pandemie im Frühjahr. Die meisten Kirchen hatten damals alle Gottesdienste abgesagt. In den vergangenen Wochen hatten zahlreiche US-Staaten ihre Vorschriften gelockert, und viele Gemeinden waren schrittweise und mit Beschränkungen zu gemeinschaftlichen Gottesdiensten zurückgekehrt.

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