Der Vatikan hat ein Positionspapier zum Thema Geschlechterfragen veröffentlicht. Unter der Überschrift „Als Mann und Frau schuf er sie“ äußert er sich zu Herausforderungen, die im Bildungssektor entstehen. Durch Herrschen von Freizügigkeit im Gefühlsleben und der Sexualität sei eine Bildungskrise entstanden. Die Gender-Theorie ist laut dem Vatikan eine „Ideologie, die den Unterschied […] in der Natur eines Mannes und einer Frau leugnet und eine Gesellschaft ohne geschlechtliche Unterschiede vorsieht und somit die anthropologische Grundlage der Familie eliminiert“.

Sexualunterricht müsse daher zum Ziel haben, Schülern zu helfen, ihre „volle, ursprüngliche Wahrheit von Männlichkeit und Weiblichkeit“ zu begreifen. Dies bedeute, den Körper zu akzeptieren, sich um ihn zu kümmern und seine volle Bedeutung zu respektieren.

Der Verband New Ways Ministry, der sich für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transmenschen in der katholischen Kirche einsetzt, äußert sich vorwurfsvoll gegenüber dem Vatikan. Das Papier sei ein „schädliches Werkzeug“, welches das Potential habe, missbräuchlich zur „Unterdrückung und Verletzung von Transmenschen“ und von Homosexuellen verwendet zu werden.