Volker Halfmann: „Mein goldener Sprung in der Schüssel“

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Beeindruckend, ehrlich und offen schreibt Volker Halfmann über seine Kämpfe, Nöte,  Versagen und Siege. Da geht es nicht um Kleinigkeiten sondern um Existenzielles. Mancher Leser könnte über die Abgründe, welchen sich Volker Halfmann stellen musste, erschrecken. Zwangsgedanken, Grübeleien und Ängste, die ihn nicht mehr losließen, waren nicht so einfach „wegzubeten“.

Der Autor erzählt seine Lebensgeschichte und wird dabei sehr persönlich. Schon in der Kindheit haben die Zwangsgedanken begonnen. Die Angst, mitunter verursacht durch sein Bild von einem zornigen, strafenden Gott, raubte ihm den Schlaf. Aus Scham versuchte er jedoch, seine Not vor anderen zu verheimlichen. Trotz allem entscheidet sich der Autor, Theologie zu studieren und Pastor zu werden. Er heiratet und gründet eine Familie.

Doch durch steigenden Druck flüchtet er sich in Alkohol und Tabletten. Zu seinen psychischen Problemen kommen nun Süchte hinzu, die seine Situation weiter erschweren. Die Folge: Einweisung in eine psychiatrische Klinik. Auf Neustarts, weitere Tiefpunkte und Hoffnungslosigkeit reagiert Gott. Mit Menschen, die ihn unterstützen, mit Reaktionen auf Halfmanns verzweifelte Suche nach einem Retter und eine neu gefundene Begeisterung für Jesus, wie er sie noch nie erlebt hatte.

Wer sich noch nie mit psychischen Krankheiten und deren Auswirkungen befasst hat, wird durch dieses Buch eine andere Sichtweise, Verständnis und Barmherzigkeit für leidende Menschen in seiner Umgebung entwickeln. Wer selbst im tiefen Loch steckt, dem macht der Autor durch sein ehrliches Zeugnis Mut. „Auch wenn du einen goldenen Sprung in der Schüssel hast, Gott kann und wird dich gebrauchen!“

Von Christa Keip

Leseprobe (PDF)

Verlag: SCM R.Brockhaus
ISBN: 978-3-417-26872-0
Seitenzahl: 272
ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
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