Volker Halfmann: Wer fühlt, was er sieht, der tut, was er kann.

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Ein Buch über Barmherzigkeit – in Zeiten von Polarisierung, Corona-Leugnern und Sturm auf das Capitol. Es kommt genau zur richtigen Zeit und ist nicht wie ein alljährliches Buch zur Jahreslosung, sondern ein thematischer Aufriss; Barmherzigkeit biblisch entdeckt und dann fürs 21. Jahrhundert durchdekliniert. Was mir besonders gut gefällt: Die genannten „Bremsfaktoren“ und „Einwände“, weshalb man vielleicht doch Angst oder Skepsis gegenüber einem beherzten Eingreifen hat. Einmal in die Hand genommen, konnte ich das Buch gar nicht mehr weglegen. Weil es nicht die moralische Keule schwingt, sondern ehrlich fragt, sucht und Wege zu mehr Barmherzigkeit im Alltag aufzeigt.

Wenn der Autor schreibt, dass es das erste thematische Buch über „Barmherzigkeit“ aus evangelischer Perspektive ist, dann zeigt das die Relevanz seines Werkes auf.

Es gibt Bücher, die man zähneknirschend liest, weil sie etwas Wichtiges im Glauben betonen, aber ich selbst zu gemütlich dafür bin. Bei Volker Halfmann passiert das irgendwie nicht: Es gelingt ihm – sicherlich auch durch seine Persönlichkeit, seine eigene Gebrochenheit und Offenheit damit – Menschen beherzt anzustupsen und so zu einem Durchlauferhitzer der Barmherzigkeit Gottes zu werden.

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Beeindruckt hat mich die Offenheit mit welcher der Autor aus seinem Leben, seinem Dienst als Pastor, seinem menschlichen Scheitern, seiner psychischen Erkrankung und der Barmherzigkeit, die er selbst erfahren hat und jetzt auch anderen weitergibt, berichtet. Das lässt mich als Leser nicht kalt und rüttelt an meinem Herzen.

Ich bin sicher, dieses Buch kann helfen, verwundete Herzen zu heilen, weil es auf Christus zeigt!

Von Andreas Schmierer

Leseprobe (PDF)

Verlag: SCM R.Brockhaus
ISBN: 978-3-417-26966-6
Seitenzahl: 288
ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
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