Was mit Medien machen, wollen viele. Der Weg dahin führt oft über ein Volontariat. (Bild: Pixabay.de / kconcha)

Im September 2021 beginnt ein neuer Volontariats-Jahrgang hier im SCM Bundes-Verlag. Was die angehenden Volontäre dabei erwartet, verrät Erika Weiss, aktuell Volontärin in den Redaktionen KLÄX, LebensLauf und Teensmag.

Erika, du hast nun schon eineinhalb Jahre deines Volontariats hinter dir – einen Großteil davon unter Corona-Bedingungen. Wie geht’s dir? 

Erika: Ich hatte das Glück, dass ich zu einer Zeit angefangen habe, als alles noch normal war. Und als es im letzten Jahr im März losging, war ich plötzlich im Homeoffice. Dann hatte ich ein Videogespräch mit einer Kollegin, die mich gefragt hat, wie es mir denn ginge und ob ich mich als Volontärin verloren fühle, ohne Kollegen, die mir zur Seite stehen. Tatsächlich hat sie mich dadurch erst auf den Gedanken gebracht, dass ich das fühlen könnte. Aber das Gefühl hatte und habe ich nicht, weil wir schnell viele Videogespräche gemacht haben und ich mich nach wie vor als gut begleitet sehe. Wann immer was ist, weiß ich, dass ich fragen kann, mir wird auch immer wieder Hilfe oder Unterstützung angeboten.   

Du hast in deiner Ausbildung ja auch Anteile, die extern laufen.  

Ich war im Januar 2020 für einen Monat an der Journalistenschule. Im Nachhinein habe ich mitbekommen, wie der Unterricht inzwischen an der Journalistenschule stattfindet.  

Vermutlich online.  

Ja, inzwischen schon. Am Anfang haben sie es noch mit Präsenzunterricht gemacht, aber auf Abstand, mit Maske und in sehr kleinen Gruppen.  

Und am Ende bekommst du von der Journalistenschule ein Zertifikat und vom Arbeitgeber ein Arbeitszeugnis, oder? 

Genau. Man bekommt ein Zertifikat, dass man teilgenommen und alle Aufgaben abgegeben hat. Wenn man in der Schule ist, ist man nicht einfach nur da, sondern man muss wirklich auch abliefern. Vom Arbeitgeber bekommt man ein Ausbildungs- bzw. Arbeitszeugnis, mit dem man sich weiter bewerben kann.  

Für Erika geht es nach dem Volontariat bald weiter. Wer wird im Bundes-Verlag ihr Nachfolger oder ihre Nachfolgerin? (Bild: SCM Bundes-Verlag)

Mal grundsätzlich gefragt: Was machst du den ganzen Tag? Was lernst du in deinem Volontariat und was sind Aufgaben, die du täglich oder wöchentlich erledigst?  

Also, ganz viel natürlich: Lesen. Ich bekomme von den Redakteuren Texte, und habe inzwischen die Aufgabe, die Texte zu redigieren. Und nicht nur zu redigieren, sondern sie hinterher auch im PDF Korrektur zu lesen. Dann heißt es auch, Artikel über dieses oder jenes Thema zu schreiben und dann muss ich überlegen, wie ich das angehe. Da habe ich die totale Freiheit, und kann mir komplett eigenverantwortlich überlegen, wie ich den Artikel aufbauen will und in welche Richtung es gehen soll. Da sind alle immer super offen. Das ist echt cool. Ansonsten kann ich auch selbst überlegen, welche Themen für welche Zeitschrift spannend sind. Die schlag ich vor und dann gucken wir, wie wir die umsetzen können; ob ich vielleicht selbst den Artikel schreiben oder ob ich ein Interview führen kann – und dann führe ich eben auch diese Interviews und mach daraus einen Artikel. Dann habe ich ganz viel E-Mail-Austausch mit den Autoren. Und ich hab ich noch die Aufgabe, für die Zeitschriften jeweils passende Bücher und CDs rauszusuchen, die wir vorstellen können, da habe ich Kontakt zu anderen Verlagen und den Rezensenten.   

Was macht dir davon am meisten Spaß und was machst du nicht so gerne? 

Am liebsten schreibe ich selbst Artikel. Das mag ich sehr gerne. Was ich nicht so gerne mache: E-Mails schreiben und Artikel extern vergeben. Das fällt mir echt schwer, denn wenn ich ein Thema spannend finde, dann will ich am liebsten selbst darüber schreiben, aber ich kann ja nicht in einer Woche über zehn Themen schreiben und so muss ich immer genau überlegen, welches Thema davon kann ich gut abgeben – und den Autor dann auch entsprechend instruieren.  

Kannst du erzählen, wie dein Weg ins Volontariat war? Was hast du vorher gemacht und wie bist du zum Bundes-Verlag gekommen?  

Nach dem Abi war ich mir erstmal – wie viele – nicht sicher, was ich machen soll. Weil ich ganz gut in Deutsch war, habe ich Germanistik studiert. Eine Bekannte von mir ist anschließend an eine Schule gegangen und hat mich auch überzeugt, als Quereinsteigerin dort zu arbeiten. So habe ich drei Jahre an einer englischsprachigen Grundschule Deutschunterricht gegeben, hab aber immer wieder überlegt, ob ich nicht doch was anderes oder gar mein Staatsexamen machen soll, da man als Quereinsteigerin auch nicht dasselbe Gehalt bekommt wie die anderen. Da kam ich auf den Gedanken, in die Richtung Journalismus und Redaktion zu gehen, weil mich das schon immer interessiert hat. Im Studium haben wir allerdings immer wieder signalisiert bekommen, wie schwer es sei, in diesen Bereich zu kommen. Ich hab mich trotzdem informiert, welche Möglichkeiten es gibt, kam schnell auf das Volontariat; also habe ich Stellenanzeigen daraufhin durchforstet und die Ausschreibung vom Bundes-Verlag entdeckt. Und das klang einfach mega cool! Ich kannte schon einige Zeitschriften, wie die KLÄX, die Teensmag und die DRAN. Ich hab mich beworben und bin zum Vorstellungsgespräch eingeladen worden. Das war ein total nettes Gespräch und ging auch recht lange; anschließend wurde mir das ganze Haus gezeigt. Ich hab mich sofort wohl gefühlt. Zwei Wochen später bekam ich telefonisch die Zusage für das Volontariat.  

Wie wird es für dich dann ab dem Herbst weitergehen, wenn dein Volontariat endet?  

Als fertig ausgebildete Journalistin kann ich mich bei allen Redaktionen bewerben oder auch in die Unternehmenskommunikation gehen oder ins Marketing. Mir ist während des Volontariats klargeworden, dass ich auf jeden Fall als Redakteurin arbeiten und nicht zurück an eine Schule möchte und so gucke ich nun nach entsprechenden Stellen. Ich würde gerne wieder näher Richtung Heimat ziehen und da suche ich nun.   

Was würdest du jemandem sagen, der überlegt, ob ein Volontariat im Bundes-Verlag etwas für sie oder ihn sein könnte? 

Man sollte sich auf jeden Fall mit den Werten des Bundes-Verlags auseinandersetzen, weil es so viele verschiedene christliche Richtungen oder Werte gibt. Da hilft es, sich die Zeitschriften des Bundes-Verlags genau anzuschauen. Die Gemeinschaft hier, das gemeinsame Wertefundament und die Möglichkeit, seinen Glauben am Arbeitsplatz leben und anderen von Jesus erzählen zu können, sind das, was den Bundes-Verlag ausmacht, auch wenn es Dinge gibt, mit denen andere Verlage punkten können. Manches ist im Bundes-Verlag sehr herausfordernd, aber man lernt wirklich sehr viel. Man sollte nicht denken, dass das zwei Chiller-Jahre werden. Man wird hier von Anfang an gefordert, springt ins kalte Wasser – aber auf diese Weise lernt man auch am meisten.


Infos rund um die Bewerbung oder das Volontariat beim SCM Bundes-Verlag gibt es unter www.bundes-verlag.net/volontariat 

 

 

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