Stefan Bosch arbeitet als Teilchenphysiker. Dann beschließt er, ins Benediktinerkloster einzutreten. In GEO Wissen erzählt er, wie er zu dieser Entscheidung gekommen ist.

Schon immer war Bosch kirchlich interessiert. Als Kind wollte er Priester werden. Er liebt den Kirchgang und die Heiligengeschichten. Trotzdem geht er den Weg der Naturwissenschaften. Für ihn hätten Glaube und Wissenschaft nie im Widerspruch gestanden. Das Wissen allein reiche am Ende nicht, das Universum zu erklären.

Die Wissenschaft erfüllt Bosch jedoch nicht: „Mein Leben ging einen Weg; aber irgendwann sah ich nicht mehr, wohin der führte“, schreibt er. Als dann auch noch sein Vater schwer krank wird und seine Freundin sich von ihm trennt, denkt er über Alternativen nach.

Ein Hochschulpfarrer rät dem Physiker, Exerzitien zu machen, um Gott zu begegnen. Er tut wie empfohlen: „Ich spürte, wie mein Wunsch nach einem geistlichen Leben zurückkehrte, ich sehnte mich nach Sinn und Gemeinschaft.“ Gegen die Bedenken von Familie und Freunden entschließt er sich, zu Bruder Timotheus zu werden. Für ihn ist es die richtige Entscheidung. Denn innerhalb der Klostermauern kann der heutige Prior seine Talente wunderbar entfalten: „Mich macht es glücklich, hier als Mensch in Gänze geschätzt und gebraucht zu werden und in der Gemeinschaft mit Gott geborgen zu sein.“

LINK: „Glaube und Wissenschaft – das stand für mich nie im Widerspruch“

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