Was ihr garantiert noch nicht über die zwei beliebtesten Weihnachtslieder wusstet

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Dieses Lied darf in keinem Weihnachtsgottesdienst fehlen und rührt auch den letzten Traditionsmuffel zu Tränen: „Stille Nacht“. Wenn dieses Lied angestimmt wird, ja, dann ist Weihnachten – und das schon seit fast 200 Jahren!

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Stille Nacht-Kapelle in Oberndorf bei Salzburg (CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=446254).

Heilig Abend 1818 in Oberndorf bei Salzburg: Es musste schnell gehen. Der Priester und Dichter Joseph Mohr beauftragte den Organisten Franz Gruber damit, eine Melodie für einen Liedtext, den er bereits 1816 als Gedicht verfasst hatte, zu komponieren – und das bis zum darauffolgenden Abend! Denn am Heiligabend 1818 sollte das beliebte Weihnachtslied zum ersten Mal in der heutigen „Stille Nacht-Kapelle“ erklingen.

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Franz Gruber komponierte ein Stück für 2 Solostimmen, einen Chor und die dazugehörige Gitarrenbegleitung. Die Orgel war der Überlieferung nach nicht bespielbar. Doch die Uraufführung wurde ein voller Erfolg und verbreitete sich schnell bis Leipzig und Berlin.

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Altes Gesangbuch mit Kreuz (Bild: shutterstock/Freedom Studio).

1833 ging das Werk in Druck. Als „Choral of Salzburg“ wurde es sogar in Südamerika gesungen. An seinem Erfolg in Deutschland hatte der Diakoniegründer Johann Hinrich Wichern großen Anteil. Er nahm „Stille Nacht“ in verkürzter Version in sein Liederbuch für seine Stiftung „Rauhes Haus“ auf. In dieser Form steht es heute noch im Evangelischen Gesangbuch.

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Chor singt Weihnachtslieder (Bild: shutterstock/1000 Words).

Heute setzt sich die „Stille Nacht-Gesellschaft“ dafür ein, dass wieder alle sechs Strophen gesungen werden. Seit 2011 gilt das Lied sogar als immaterielles UNESCO-Kulturerbe.

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Liednoten mit Weihnachtsdekoration (Bild: shutterstock/ Africa Studio).

Es gehört zum Weihnachtsgottesdienst wie das Krippenspiel oder der Weihnachtsbaum: „O du fröhliche“. Zumeist wird das Lied zum Abschluss des Gottesdienstes gesungen – seit etwa 200 Jahren. Sicher lässt sich dieser Zeitpunkt aber nicht datieren, da eine Urhandschrift bis heute nicht gefunden wurde.

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Johannes Daniel Falk (Bild: epd-Bild/Maik Schuck).

Sicher lässt sich sagen, dass die erste Strophe auf den Sozialreformer Johannes Daniel Falk (1768-1828) zurückgeht. Er textete das Lied von der „fröhlichen Weihnachtszeit“ in einer traurigen Zeit: Vier seiner Kinder waren gestorben.

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Einem Jungen wird geholfen (Bild: shutterstock/Eakachai Leesin).

Falk nahm Waisenkinder bei sich auf, um ihnen ein Zuhause zu geben und Bildung zu vermitteln. Damit die Kinder sich an ihre Heimat erinnern konnten, vertonte er die Strophen mit einer sizilianischen Melodie. Falks Gehilfe Heinrich Holzschuher dichtete das bekannte Lied weiter. Für die Sonntagsschule mussten die Kinder offenbar das komplette Lied auswendig lernen.

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Christi Auferstehung und Himmelfahrt, 18. Jhd., Freiberg am Neckar, Ortsteil Beihingen, Amanduskirche (Bild: Von © Roman Eisele / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=12603147).

Was kaum jemand weiß: „O du fröhliche“ war ursprünglich nicht nur für Weihnachten gedacht. „Gnadenbringende Osterzeit“, hieß es in einer Strophe, die mittlerweile nicht mehr in den Gesangbüchern steht: „Welt lag in Banden, Christ ist erstanden!“ In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!

3 DIREKT-KOMMENTARE

  1. es ist so bewegend, wie das Lied entstand! Der Fil auf Bibel TV hat es mir extra noch rueber gebracht!Er ist so sehenswert…
    Doch die Botschasft des Liedes uebertrumpft natuerlich den Film bei Weitem…..
    lassen auch wir uns so gebrauchen die froehlichste Botschaft weiter zu geben??

  2. Sehr interessant etwas über die Entstehung dieser schönen Weihnachtslieder zu lesen! Vielen Dank für diesen Beitrag.

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