Mit dem Segen von Papst Franziskus startet die diesjährige Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ des karitativen Vereins „Geschenke der Hoffnung“.

Bundesweit werden in diesen Tagen wieder zahlreiche Abgabestellen eröffnet, wo Spender selbst gepackte und festlich eingewickelte Weihnachtspäckchen in Größe eines Schuhkartons für Kinder in Not in Osteuropa und Zentralasien abgeben können, teilte der Verein am Dienstag in Berlin mit.

Gefüllt werden sollten die Schuhkartons mit neuen, nicht gebrauchten Geschenken wie Spielzeug, Kleidungsstücken oder Süßigkeiten. Abgabeschluss ist der 15. November. Die Päckchenpacker könnten entscheiden, welche Altersgruppe (zwei bis vier, fünf bis neun oder zehn bis 14 Jahre) und welches Geschlecht sie beschenken wollen, heißt es.

Eingepackt werden dürften nur Geschenke, die zollrechtlich in allen Empfängerländern erlaubt sind. Eine entsprechende Packanleitung ist auf der Internetseite des Vereins zu finden. Zusätzlich zum Schuhkarton empfiehlt das Werk eine Spende von sechs Euro pro Päckchen für Abwicklung und Porto.
Verteilt werden die Weihnachtspäckchen über örtliche Kirchengemeinden unterschiedlicher Konfessionen an bedürftige Kinder in Bulgarien, Georgien, Kasachstan, Moldau, Mongolei, im Westjordanland, Polen, Rumänien, Slowakei und Weißrussland.

Die Empfänger würden häufig in Zusammenarbeit mit den dortigen Sozialbehörden ausgewählt. Für die diesjährige Aktion hat nach Angaben von Vereins-Geschäftsführer Bernd Gülker, Papst Franziskus Gottes Segen erbeten. „Weihnachten im Schuhkarton“ sei „sozial-karitatives Engagement im Sinne des Evangeliums“, habe der Papst in einem Schreiben an den Verein mitgeteilt.
Seit 1993 wurden den Angaben zufolge über 100 Millionen Kinder mit Weihnachtsgeschenken im Schuhkarton beschenkt. Im deutschsprachigen Raum wurden zuletzt knapp eine halbe Million Schuhkartons gepackt.

 Die Aktion wurde international von der evangelikalen Hilfsorganisation Samaritan’s Purse im Jahr 1990 gestartet. In Deutschland wird sie nach Angaben des Vereins „Geschenke der Hoffnung“ von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU), ZDF-Moderator Peter Hahne und dem Ratsmitglied der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Tabea Dölker, unterstützt.