"Das letzte Abendmahl" (The last super) von Leornado da Vinci (pixabay)
Mit einer Straßentheater-Aktion wollen ein Pastor und sein Team am Gründonnerstag in Hannover auf das berühmte „Abendmahl“-Bild von Leonardo da Vinci (geschaffen 1494 bis 1497)  aufmerksam machen. „Wir ziehen mit zwei Tapeziertischen und 13 Klappstühlen im Gänsemarsch durch die Innenstadt“, sagte der evangelische Pastor Frank Muchlinsky aus Frankfurt am Main dem Evangelischen Pressedienst (epd).
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An ausgewählten Orten wird dann der Tisch gedeckt, und Laienschauspieler schlüpfen in die Rollen von Jesus und seinen Jüngern beim letzten Abendmahl – genau so wie auf dem Gemälde von Leonardo. „Wer Jesus spielt, wird ausgelost.“

Mit der Aktion „Mahl ganz anders“ will Muchlinsky ins Gespräch mit Passanten kommen. „Das Ziel ist, den Gründonnerstag ins Bewusstsein zu rücken“, sagte der Pastor. „Das ist ein bisschen Volksaufklärung.“ Zugleich sollte die Menschen ermutigt werden, am Abend selbst einen Abendmahlsgottesdienst in einer Kirche zu besuchen.

2017 fand die Aktion in Kassel statt (Bild: epd-Bild / Andreas Fischer)

Die Aktion selbst dauert nach Angaben des Pastors nur fünf bis sieben Minuten. Die Schauspieler decken zunächst den Tisch mit Gläsern, Tellern, einem Kelch und einem Brot. „Dann setzen sich 13 Leute an den Tisch und spielen essen.“ Zwischendurch halten sie das Geschehen an und lassen es zu Standbildern erstarren. Das letzte dieser Standbilder zeigt wie ein „lebendiges Denkmal“ genau die Haltungen wie auf Leonardos Bild. Zwischen 13 und 17 Uhr will das Team die Szene mehr als ein halbes Dutzend mal aufführen, unter anderem vor dem Hauptbahnhof und an der Marktkirche, wie das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) am Montag in Frankfurt mitteilte.

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Die Aktion wird veranstaltet vom Internetportal „evangelisch.de“, für das Pastor Muchlinsky arbeitet. Er hat das Leonardo-Straßentheater bereits in Hamburg, Frankfurt und Kassel aufgeführt. Jedes Jahr ist ein anderer Spielort an der Reihe. Die Resonanz sei bisher ausgesprochen gut gewesen, sagte er: „Die Leute lassen sich gern auf ein Gespräch ein.“