Jesus Statue
Foto: Pixabay
„Christus allein“, das ist eines der vier reformatorischen Kernanliegen neben „allein aus Gnade“, „allein aus Glauben“ und „allein die Bibel“. Annegret Puttkammer, Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, erklärt, was Jesus ihr bedeutet.
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„Christus, das Licht der Welt,
welch ein Grund zur Freude!
In unser Dunkel kam er als ein Bruder.
Wer ihm begegnet, der sieht auch den Vater.
Ehre sei Gott, dem Herrn!“

Dieser kleine Liedvers fasst für mich kurz und bündig zusammen, was mir das „Allein Christus“ bedeutet: Wenn ich in der Bibel von Jesus lese, kann ich an ihm erkennen, wie Gott wirklich ist. Er ist natürlich der große, allmächtige, alles umfassende Herr dieser Welt. Aber wie sein eigentliches Wesen ist, das hat Jesus vorgelebt: Gott ist voller Friede. Sanftmütig und versöhnend. Barmherzig, fürsorgend und bei seinen Menschen auch im Sterben. Und darüber hinaus: ein Gott, der Leben will und stärker ist als der Tod.

Annegret Puttkammer

Ohne Jesus Christus hätte ich nur eine vage Vorstellung von Gott. Ich wüsste nicht, wie gütig und wohlmeinend Gott tatsächlich ist. Das will ich auch immer klar sagen, wenn ich von Gott rede. Als Christin glaube ich an Gott, so wie Jesus ihn mir vorgestellt hat. Also nicht an einen abstrakten Gedanken, eine weltumspannende Idee, einen gestrengen Kontrolleur oder einen unbeteiligten Schöpfer. Sondern an einen gnädigen und zugewandten Gott, der sich höchstpersönlich um das Heil dieser Welt kümmert. Deshalb: Wer Jesus von Nazareth kennenlernt, „der sieht auch den Vater.“

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Annegret Puttkammer ist Pröpstin in Herborn und Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN).

Liedtext: Sabine Leonhardt/Otmar Schulz 1972 nach dem englischen „Christ is the world’s light“ von Frederick Pratt Green 1968, EG 410


Dieses Statement ist zuerst im Magazin Luther – eine Entdeckungsreise erschienen. Es wird vom SCM Bundes-Verlag herausgegeben, zu dem auch Jesus.de gehört.

1 DIREKT-KOMMENTAR

  1. Seit Gott Mensch geworden ist, kann man vom Menschen nur noch sprechen, idem man von Christus spricht. Alles menschliche Denken und Schaffen ist radikale Sinnhaftigkeit mit und zu Gott hin zu leben, sowie Jesus Christus, unser Herr und Meister, es uns vorgelebt und gelehrt hat.
    Diese Erfüllung findet aber nur der, wenn der sich verschweigende Gott, nachdem das menschliche Herz in seiner großen Unruhe immer schon ausschlägt, sich offenbart.

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