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Der umstrittene US-amerikanische Prediger Fred Phelps ist tot. Wie seine „Westboro Baptist Church“ in Tokepa/Kansas mitteilte, starb Phelps am Mittwoch im Alter von 84 Jahren. Er war vor allem wegen seiner Hetze gegen Homosexuelle in den ganzen USA bekannt.

Der konservative Prediger und seine Gemeinde, die wohl zum Großteil aus Mitgliedern der Phelps-Familie besteht, haben nach eigenen Angaben seit Anfang der 90er Jahre mehr als 52.000 Kundgebungen gegen Homosexualität veranstaltet. Nach Ansicht von Phelps „hasst“ Gott homosexuelle Menschen. (Phelps: „God hates Fags“ – Gott hasst Schwuchteln“). Er bestrafe Nationen, die Homosexualität tolerieren.

 Die von Phelps angeleitete Kampagne hatte in den USA mehrmals die Gerichte beschäftigt. Es ging dabei um die Religions- und Redefreiheit. Seit Jahren protestieren die Anhänger von Phelps bei Begräbnissen gefallener Soldaten. Die Todesfälle seien Gottes Strafe für die USA, erklärte Phelps. Nach einem Urteil des Obersten US-Gerichts von 2011 sind die Kundgebungen ein erlaubter Ausdruck der Redefreiheit.

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 Nach Angaben der Westboro-Gemeinde hinterlässt Phelps 13 Kinder und 54 Enkel. Medienberichten zufolge wollen mehrere Kinder schon seit Jahren nichts mehr mit ihrem Vater zu tun haben. Phelps selbst war laut einer Pressemeldung im vergangenen März von seiner Gemeinde nach internen Streitigkeiten ausgeschlossen worden. Die Gemeinde selbst verweigerte jeden Kommentar dazu.

(Quelle: epd)