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Der Münsteraner Kirchengeschichtler Wolf-Dieter Hauschild ist im Alter von 68 Jahren gestorben. Der international bekannte Gelehrte und evangelische Theologe starb bereits am Mittwoch, wie die Westfälische Wilhelms-Universität am Dienstag in Münster mitteilte.

Hauschild war 2006 nach mehr als 20-jähriger Lehrtätigkeit an der Evangelisch-Theologischen Fakultät in Münster in den Ruhestand verabschiedet worden. Von 1974 bis 1977 war er zudem Oberkirchenrat bei der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Mit Hauschild verliere die Universität einen weltweit anerkannten Forscher, einen engagierten Lehrer und Prediger sowie einen ausgesprochenen noblen und verlässlichen Kollegen, heißt es in einem Nachruf von Universität und Evangelisch-Theologischer Fakultät. Er habe sich bleibende Verdienste für die Erforschung der Kirchen- und Theologiegeschichte erworben. Die Trauerfeier soll am Samstag im Lübecker Dom stattfinden.

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Schwerpunkt Hauschilds in seinem Fachgebiet war die Alte Kirche. Zudem leitete er an der Universität Münster die Forschungsstelle Gregor von Nyssa. Vor seiner Lehrtätigkeit in Münster war Hauschild Professor in München und Osnabrück. In München hatte sich Hauschild mit 29 Jahren mit der Untersuchung «Gottes Geist und der Mensch. Studien zur frühchristlichen Pneumatologie» habilitiert. Der in Lübeck geborene Hauschild widmete sich auch der Erforschung der Kirchengeschichte seiner Heimatstadt. Er arbeitete außerdem in zahlreichen internationalen wissenschaftlichen Vereinigungen mit.

(Quelle: epd)