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Die christliche Hilfsorganisation World Vision hat von den G-8-Staaten einen Aktionsplan gegen die Kindersterblichkeit gefordert.

 Die Millenniums-Entwicklungsziele für die Gesundheit von Müttern und Kindern lägen in weiter Ferne und könnten nicht erreicht werden, wenn alles wie gewohnt weitergehe, kritisierte der Vorstandsvorsitzende von World Vision in Deutschland, Christoph Waffenschmidt, am Freitag in Berlin.

 Wenn nichts getan werde, drohten in den kommenden zwölf Monaten erneut rund neun Millionen Jungen und Mädchen an Unterernährung, Mangel an sauberem Trinkwasser oder Medikamenten zu sterben. «Der Tod wartet nicht», warnte Waffenschmidt. Nach den Millenniumszielen soll die Sterblichkeitsrate von Kleinkindern von 1990 bis 2105 um zwei Drittel gesenkt werden. Die Müttersterblichkeit soll um drei Viertel sinken.

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 World-Vision-Gesundheitsexperte Marwin Meier sagte, die meisten tödlichen Krankheiten der Neugeborenen und Kleinkinder seien vermeidbar. Die Industrienationen müssten konkrete langfristige Finanzzusagen machen. Die Ausgaben für Gesundheit müssten von 20 Milliarden (2008) auf 42,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2015 erhöht werden.

 Die Staats- und Regierungschefs der acht führenden Industrienationen kommen am 25. und 26. Juni zum G-8-Gipfel im kanadischen Huntsville zusammen. Im Anschluss folgt in Toronto der G-20-Gipfel mit Industrie- und Schwellenländern.

(Quelle: epd)