Das neue Jahr kann beginnen ... (Pexels.com / Markus Winkler)

Hoffnungen, Wünsche und Erwartungen an das neue Jahr gibt es viele – vor allem unausgesprochene. Dann doch besser aufschreiben, dachte sich unsere Autorin, damit sich der eine oder andere Wunsch, eine Hoffnung oder manche Erwartung verwirklichen kann.

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Von Hella Thorn.

Das Jahr 2020 hatte es wirklich in sich und es gab vermutlich niemanden, der nicht einen Moment der Trauer, Verzweiflung, Erschöpfung oder Wut verspürt hat. Wer aber an die vergangenen 12 Monate denkt, wird sich auch an Leichtigkeit, Dankbarkeit, Verbundenheit oder Freude erinnern. Es war eben nicht nur alles schlecht. Doch was bringt das neue Jahr? Zeit für eine persönliche Wunschliste.

Ich wünsche mir das Gefühl, vor Glück platzen zu können.

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Ich wünsche mir, Segen zu bekommen und Segen weiterzugeben.

Ich wünsche mir ehrliche Begegnungen.

Ich wünsche mir, so lange, laut und viel zu lachen, dass der Bauch wehtut.

Ich wünsche mir, Herausforderungen entschlossen anzupacken.

Ich wünsche mir Verbundenheit – mit der Schöpfung und dem Schöpfer.

Ich wünsche mir Trubel und Stille.

Ich wünsche mir, eine Schulter zum anlehnen (zu sein).

Ich wünsche mir Gemeinschaft; mit Menschen – nah und fern – und mit Gott.

Ich wünsche mir, mich mutig gegen innere und äußere Widerstände zu stellen.

Ich wünsche mir einen freundlichen Blick – auf mich, auf andere, auf das Leben.

Ich wünsche mir Liebe zu geben und zu empfangen; und in der Liebe zu sein.

 

Was wünschst du dir?

1 DIREKT-KOMMENTAR

  1. Nicht auf hohem Niveau jammern, sondern Hoffnung leben

    Ich wünsche mir, dass ich nicht auf hohem Niveau jammere für jedes Zipperlein, das mich quält. Und das zu tun, was mich unbedingt angeht. „Was uns unbedingt angeht“: Darüber gibt mir und jedem anderen Erdenbürger der Himmel gerne Auskunft. Wenn der Geist Gottes in uns wirken darf – wenn wir es zulassen – sind wir hier in unserer Existenz „an Christi statt“ Gott gibt uns seine Liebe völlig umsonst und ohne Vorbedingungen. Er nimmt seine Gnade nicht von uns – auch wenn wir krank werden oder sterben. Aber Dankbarkeit, auch für Gesundheit, für ein Ende der Coronakrise, ist der erste Schritt auf dem Weg der Nachfolge Jesu. Im Hier und Jetzt ist keine heile Welt zu finden, sondern sie ist eine Aufgabe für jede und jeden. Die von uns nicht unmittelbar beteiligt sind (oder sein können) an der Hilfe für Menschen, die an covid 19 erkranken, sollten auch die uns aufgegebene christliche Hoffnung leben: Was immer auch mit uns selbst geschieht, wir können nur in die geöffnete Hand Gottes fallen. Am Ende wird für uns Christinnen und Christen – und nach der alttestamentlichen Prophetie auch für alle Erdenbürger – alles gut. Das Reich Gottes beginnt bereits dann, wenn viele Menschen beginnen, viele kleine Schritte zu tun. Dies wäre es, was wir aus Corona lernen können und wie Gott aus krummen Wege gerade Straßen macht. Es ist ganz leicht gemacht, Menschen vor einer schlimmen Krankheit und Tod zu retten: Durch Masken tragen. Ein freundliches Lächeln, eine Umarmung wenn es wieder erlaubt ist, im Mitmenschen Gott selbst zu begegnen, ist mehr Weltveränderungen als kleinmütig gedacht. Und für Politiker*innen zu beten, die an den Schalthebeln der Möglichkeiten sitzen zur Beendigung von Pandemie und Klimawandel. Dass wir und viele andere dies tun, ist meine Hoffnung 2021.

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