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Der Geschäftsführer des Christlichen Medienverbundes KEP, Wolfgang Baake, hat das "Wort zum Sonntag" vom 30. November 2013 scharf kritisiert.

Baake beanstandete, dass die Sprecherin Pastorin Nora Steen (evangelisches Kloster Wülfinghausen) das Wort "Advent" zwar 13 Mal erwähnt habe, "leider sprach sie aber mit nicht einer Silbe davon, was dieses Wort für Christen bedeutet: Die Erwartung der Ankunft Jesu Christi", so Baake. Stattdessen habe Frau Steen den "Zauber" thematisiert, der Kinderherzen in der Vorweihnachtszeit erfülle und die Erwachsene oft nicht mehr spürten.

 In einem Brief an den Medienbeauftragten des Rates der EKD, Oberkirchenrat Markus Bräuer, stellte Baake fest: Dass es in dem Wort zum Sonntag, zwar "um Adventskalender, Glöckchen, den Duft von Zimt, Vanille, Tanne und Bienenwachs und Kerzen" ging, aber die Botschaft des Advent von der "Menschwerdung Gottes" habe in diesem Wort zum Sonntag keine Rolle gespielt. "Ist es nicht eine viel größere Ermutigung,", so Baake, "dass Jesus Christus zu uns kommt, um zerbrochene Herzen zu heilen und uns mit Gott zu versöhnen?“

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 Der Geschäftsführer der KEP bat den Oberkirchenrat, darauf zu achten, dass vor allem in der Adventszeit mehr von Jesus Christus gesprochen werden würde und bedauerte in seinem Schreiben, dass man unter Christen mittlerweile sogar auf solche Selbstverständlichkeiten hinweisen müsse. Frau Steen habe die Möglichkeit in den Wind geschlagen, "einem Millionen-Publikum zu erklären, was Advent bedeutet"

 Inzwischen hat sich auch Pastorin Nora Steen zu dem Vorwurf geäußert. Gegenüber dem Evangelischen Pressedienst (eps) sagte die Pfarrerin, sie habe ihren Text «"vor allem an die vielen kirchenfernen Zuschauer" gerichtet, denen sie "einen niedrigschwelligen Zugang zum Thema der Erwartung der Ankunft des Gottessohnes ermöglichen wollte". Es tue ihr leid, dass sie damit die Erwartung einiger Christen enttäuscht habe. Sie werde dies in ihrer künftigen theologischen Arbeit bedenken.