Der Weltkirchenrat und die weltweite evangelikale Bewegung wollen ihre Beziehungen vertiefen. Bei einem Treffen von Generalsekretär Olav Fykse Tveit und Geoff Tunnicliffe von der weltweiten Evangelischen Allianz seien Fragen von gemeinsamem Interesse erörtert worden, teilte der Weltkirchenrat am Mittwoch in Genf mit. Tveit und Tunnicliffe sprachen unter anderem über Zusammenarbeit bei Mission und Evangelisation.

 Ein weiteres Thema war die Weiterarbeit an einem Verhaltenskodex für religiöse Bekehrung. Darüber wird seit einigen Jahren mit der römisch-katholischen Kirche beraten. Bekehrungen sorgen nicht nur für Kontroversen zwischen den Religionen, sondern auch für innerchristliche Spannungen. Ursprünglich war geplant, den Verhaltenskodex in diesem Jahr zu vereinbaren.

 «Wir bekräftigten, dass alle Christen eine gemeinsame Berufung haben, eins zu sein», sagte Weltkirchenrats-Generalsekretär Tveit nach der Begegnung. Tuncliffe, Internationaler Direktor der Evangelikalen Allianz, ergänzte, der Meinungsaustausch sei hilfreich für das gegenseitige Verständnis von Evangelisation, Religionsfreiheit und hinsichtlich des christlichen Eintretens für die Schwächsten.

 Die Evangelische Allianz ist nach eigenen Angaben Plattform für weltweit mehr als 300 Millionen Christen aus 121 Ländern. Der Weltkirchenrat, ein Zusammenschluss von protestantischen, anglikanischen und orthodoxen Kirchen, repräsentiert mehr als 500 Millionen Christen.

(Quelle: epd)