Tag 23

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1. Mose 25

Der HERR antwortete ihr: „Zwei Völker sind in deinem Bauch und zwei Nationen werden sich aus deinem Innern trennen. Das eine Volk wird stärker sein als das andere und der Große wird dem Kleinen dienen.“ Und als die Zeit da war, brachte Rebekka Zwillinge zur Welt. Der erste war am ganzen Körper mit rötlichen Haaren bedeckt. Deshalb nannten sie ihn Esau. Dann kam sein Bruder zur Welt. Er hielt mit der Hand die Ferse von Esau umklammert. Deshalb nannten sie ihn Jakob.

Viele Jahre sind vergangen. Isaak war mit seinen 40 Jahren nun ein mehr als heiratsfähiger Mann. In 1. Mose 24 wird die Vorgeschichte der Hochzeit mit Rebekka, einer Verwandten um ein paar Ecken, ausführlich geschildert.

Oft wiederholt sich die Geschichte – auch in der Bibel: Rebekka ist zunächst ebenfalls unfruchtbar. Es wird zwar sparsam berichtet, doch dauert es fast so lange wie bei Isaaks Vater, bis sich ein Nachkomme ankündigt. Besser gesagt: zwei Nachkommen und mit ihnen gleich die Probleme. Dass der Bruderkonflikt bereits im Mutterleib wahrgenommen wird, ist bemerkenswert – in Wirklichkeit handelt es sich um einen vorweggenommenen Völkerkonflikt, wie der HERR es Rebekka deutet. Und auch bei der Geburt gibt es eine kleine Nickeligkeit von Seiten des Zweitgeborenen, daher der Name Jakob, was übersetzt „Fersenhalter“ und gleichzeitig „Betrüger“ heißt.

Die Mutter ist gesund, die Kinder sind wohlauf, das Chaos kann seinen Lauf nehmen. Die Bibel ist nicht so idyllisch, wie sie oft im Kindergottesdienst verkauft wird!