Tag 68

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4. Mose 13

Nun sprach der HERR zu Mose: „Schick Männer aus, die Kanaan erkunden sollen, das Land, das ich den Israeliten geben will. Aus jedem Stamm sollst du einen der führenden Männer auswählen.“ Wie der HERR ihm befohlen hatte, schickte Mose zwölf Männer aus der Wüste Paran los. So machten sie sich auf den Weg und erkundeten das Land von der Wüste Zin bis nach Rehob, das an dem Weg nach Hamat liegt. Als sie ins Eschkoltal kamen, pflückten sie dort Granatäpfel und Feigen und schnitten eine Weinrebe ab, die zwei Personen an einem Stock zwischen sich tragen mussten! … „Das Land, durch das wir gezogen sind, um es zu erkunden, verschlingt seine Bewohner. Die Menschen, die wir dort gesehen haben, sind sehr groß. Sogar die Riesen, die Anakiter, haben wir gesehen. Wir kamen uns neben ihnen wie Heuschrecken vor, und das waren wir in ihren Augen vermutlich auch.“

Endlich ist das von Gott versprochene Land in Sichtweite, und Gott befiehlt, es auszukundschaften. Zwölf Spione werden dafür ausgesucht. Die Informationen, die sie mitbringen, sind vergleichsweise einheitlich. Gegen das Land ist nichts einzuwenden. Ja, mehr als das – es ist geradezu fantastisch. Zum Beweis hatten die Kundschafter eine Guinnessbuch-verdächtige Weintraube mitgebracht.

Sind sich über die Fakten noch alle einig, scheiden sich die Geister nun bei der Deutung. Zwei der Kundschafter, Josua und Kaleb, sind bereit, das Land in Besitz zu nehmen. Doch sie werden von den zehn anderen überstimmt. Denen geht die Düse, weil die Bewohner des Landes von robuster, ja geradezu riesenhafter Natur sind und eine Eroberung unmöglich erscheint.

Wenn zwei das Gleiche erleben, heißt das noch lange nicht, dass sie darauf gleich reagieren. Und zum negativen Denken gibt es immer gute Gründe. Aber wenn wir uns im Glauben immer nur an das halten, was vordergründig „realistisch“ ist, werden wir den Glauben mit der Zeit verlieren.