1. Könige 6 in Auszügen
Das Haus, das König Salomo für den HERRN errichten ließ, war 60 Ellen lang, 20 Ellen breit und 30 Ellen hoch. Und der HERR sprach zu Salomo: „Mit dem Haus, das du baust, verhält es sich so: Wenn du alle meine Gesetze und Vorschriften befolgst und meinen Geboten gehorchst, halte ich dir gegenüber die Versprechen, die ich deinem Vater David gab. Ich will bei dem israelitischen Volk leben und mein Volk niemals verlassen.“
Ein stolzer Moment in der Geschichte Israels steht an: Was Gott bei David noch nicht zugelassen hat, darf sein Sohn Salomo jetzt vollbringen. Der Tempel für Jahwe wird gebaut. (In der Bibel wird der Bau des Tempels sehr ausführlich – und für unsereinen etwas ermüdend – beschrieben.) Nebenbei bedeutet das die Zementierung Jerusalems als dauerhafte Hauptstadt. Im Übrigen baut auch Salomo sich einen Palast, und das Territorium Israels erreicht unter ihm seine größte Ausdehnung in der Geschichte.
Von nun an sollte der Tempel die zentrale Rolle im religiösen Leben der Israeliten spielen. Er wird zirka 400 Jahre Bestand haben, dann zerstört und später zunächst in kleinerer, dann in viel größerer Form wieder aufgebaut werden, ehe er dann ziemlich genau 1000 Jahre später endgültig vom Erdboden verschwindet.
Es ist allerdings auch ein einsames Spitzenereignis, eine Momentaufnahme, die bald verblassen wird. Wenige Jahre später wird das Reich Israel sich teilen, und der Götzendienst erlebt neue Hochblüten. Und den Samen dazu sät derselbe König, der auch für diesen grandiosen Höhepunkt steht: Salomo.
