Tag 20

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1. Mose 17

„Du und deine Nachkommen“, so befahl Gott Abraham, „ihr sollt die Bedingungen des Bundes befolgen. Und dies ist der Bund, den ihr halten müsst: Jeder Mann unter euch soll beschnitten werden. Die Vorhaut eures Gliedes soll weggeschnitten werden. Das wird das Zeichen des Bundes zwischen mir und euch sein. … Wirklich alle sollen beschnitten werden. Auf diese Weise werdet ihr das Zeichen meines ewigen Bundes an eurem Körper tragen. Wer sich nicht beschneiden lässt, muss aus dem Volk ausgestoßen und getötet werden, weil er meinen Bund gebrochen hat.“

13 Jahre lang konnten Abram und Sarai vermuten, dass die Hagar-Ismael-Lösung eine richtige Maßnahme war. Doch dann kommt es zu einer Wende: Gott bekräftigt seinen Bund mit Abram und untermauert dies durch zwei Zeichen. Zunächst benennt er Abram um in „Abraham“, d. h. „erhöhter Vater“; Sarai wurde in „Sara“, d. h. „Fürstin“ umbenannt.

Das zweite Zeichen ist schmerzhaft: Gott führt die Beschneidung der Vorhaut als Bundeszeichen ein. (Die Beschneidung gab und gibt es übrigens auch bei anderen Völkern, aber nicht als Bundeszeichen Gottes.) Von nun an sollte jeder Nachkomme Abrahams dieser Prozedur acht Tage nach der Geburt unterzogen werden. Es galt sogar der Umkehrschluss: Wer nicht beschnitten ist, gehört nicht zum Volk Abrahams, und wer aus der Familie oder den Bediensteten Abrahams die erste Beschneidung nicht mitmachen wollte, sollte gar getötet werden.

Bis heute hat sich der Brauch der Beschneidung unter den Juden erhalten. Nichtjuden werden in der Bibel auch „Unbeschnittene“ genannt.