2. Mose 20
Du sollst nicht stehlen.
Epheser 4
Wer ein Dieb ist, soll aufhören zu stehlen. Er soll seine Hände zu ehrlicher Arbeit gebrauchen und dann anderen, die in Not sind, großzügig geben.
Die Texte der Bibel zeigen einen hohen Respekt vor dem Eigentum des anderen. Daher ist es eine Kardinalsünde, sich widerrechtlich daran zu vergreifen.
Wir haben heute vielerlei Möglichkeiten, mit dem Eigentum des anderen respektlos umzugehen. Man muss dazu nicht unter die Langfinger im klassischen Sinn gehen. Es gibt geistiges Eigentum, das ich als mein eigenes ausgeben kann. Es gibt Eigentum des Staates, das ich vielleicht für mich behalten will. Man kann Menschen auch Zeit und Lebenskraft stehlen. Respekt vor dem Eigentum anderer heißt auch, die Zeit des anderen zu respektieren und sie nicht als Selbstbedienungsladen zu betrachten. Das muss vor allem in der Gemeindearbeit betont werden oder in christlichen Werken. Dort werden Menschen gelegentlich dazu verpflichtet, „um des Herrn willen“ unbezahlte Überstunden zu machen. Wie wohltuend ist es, Menschen zu begegnen, die diesen Respekt zeigen.
Für Leute, die mit dem Respekt vor dem Eigentum Schwierigkeiten haben, gibt Paulus im Epheserbrief einen guten Rat: Ehrlich arbeiten und anderen helfen ist die beste Therapie gegen die Versuchung, andere zu bestehlen.
