Der Theologe Johannes Stockmeier ist neuer Präsident des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland.
Die Diakonische Konferenz, die Bundesversammlung des Wohlfahrtsverbandes, wählte den 62-Jährigen am Donnerstag in Kassel an die Spitze des Verbandes. Stockmeier war bislang Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werkes in Baden. Als Präsident folgt er Klaus-Dieter Kottnik, der im September aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war.
Stockmeier war bei der Wahl in Kassel der einzige Kandidat. Er erreichte 61 Ja-Stimmen von 79 gültigen abgegebenen Stimmen. 18 Delegierte stimmten mit Nein. Der neue Diakonie-Präsident wurde für eine begrenzte Amtszeit von drei Jahren gewählt. In diesem Zeitraum soll die geplante Fusion der Diakonie und des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED) in Berlin vollzogen sein. Stockmeier tritt sein Amt am 15. Januar 2011 an.
In seiner Bewerbungsrede warnte Stockmeier eindringlich vor Einschnitten beim Sozialstaat. «Das Sozialstaatsgebot ist die Brandwand unserer Gesellschaft», sagte Stockmeier. Ausdrücklich stellt er sich hinter die Fusionspläne. Der Zusammenschluss mit dem EED sei unumkehrbar: «Wir haben uns auf den Weg gemacht, und werden dieses Ziel gemeinsam erreichen.» Seine «Präsidentschaft im Übergang» sei kein Makel, sondern verfolge ein anspruchsvolles Programm. Sein Ziel sei der Start in Berlin im dritten Quartal 2012.
Stockmeier leitete seit 1998 die Diakonie Baden. Zudem gehört er seit 2001 dem Diakonischen Rat, dem Aufsichtsgremium der Bundesdiakonie, an. Sein Vorgänger Klaus-Dieter Kottnik war vier Jahre lang Präsident des Diakonischen Werkes.
(Quelle: epd)
