Tag 5

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1. Mose 1 und 2

Danach betrachtete Gott alles, was er geschaffen hatte. Und er sah, dass es sehr gut war. Und es wurde Abend und Morgen: der sechste Tag. So wurde die Schöpfung des Himmels und der Erde mit allem, was dazugehört, vollendet. Am siebten Tag vollendete Gott sein Werk und ruhte von seiner Arbeit aus. Und Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn für heilig, weil es der Tag war, an dem er sich von seiner Schöpfungsarbeit ausruhte.

Die erste Schulnote war eine Eins: Gott sah, dass alles sehr gut war. Nach so gut getaner Arbeit sollte man sich ein wenig ausruhen, das ist wohl wahr. Aber gilt das auch für Gott? Das ist doch ein ziemlich merkwürdiges Bild: ein Gott, der Pause macht.

Aber das ist gerade das Sympathische an der Bibel: Auf der einen Seite wird an anderen Stellen verboten, dass man sich von Gott ein Bild macht (etwa eine Götzenstatue oder das berühmte Goldene Kalb). Und dann liefert die Bibel wieder von sich aus einprägsame Bilder von Gott. Und der kann zornig sein, aber eben auch liebevoll oder sich sogar ausruhen.

Wir nehmen uns heute oft nicht das Recht, mal die Füße hochzulegen, weil ein gewisses Maß an Hektik schon zum mitteleuropäischen Standard gehört. Es ist doch ein herrliches Geschenk, dass Gott uns sogar in seiner Ruhetätigkeit ein Vorbild sein kann und uns diese Ruhe ebenso gönnt.