Tag 21

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1. Mose 18

„Wo ist Sara, deine Frau?“, fragten sie ihn. „Im Zelt“, antwortete Abraham. Da sagte der Herr: „Nächstes Jahr um diese Zeit werde ich zurückkehren. Dann wird deine Frau Sara einen Sohn haben.“ Sara aber belauschte das Gespräch vom Eingang des Zeltes aus. Und da Abraham und Sara beide alt waren und Sara schon lange nicht mehr in dem Alter war, in dem Frauen Kinder bekommen können, lachte sie leise. „Jetzt, nachdem ich verwelkt bin, sollte ich noch an Liebeslust denken?!“, dachte sie. „Und mein Mann ist ja auch schon viel zu alt!“ Da sagte der HERR zu Abraham: „Warum hat Sara gelacht und gedacht: ,Sollte ich wirklich noch ein Kind bekommen, obwohl ich schon so alt bin?‘ Sollte dem HERRN etwas unmöglich sein? In genau einem Jahr werde ich wieder zu dir kommen. Und dann wird Sara einen Sohn haben.“ Sara hatte Angst und behauptete: „Ich habe nicht gelacht.“ Doch der HERR sagte: „Doch, du hast gelacht.“

Nun kommt die Überraschung für das hochbetagte Ehepaar. Entgegen allen Vermutungen und trotz ihrer Winkelzüge verspricht Gott weiterhin Sara einen Sohn. Dies ist allerdings kein Grund, nun Hagar eine lange Nase zu drehen, denn Hagar und Ismael stehen ja auch unter Gottes Schutz. Das ist im Übrigen kurz zuvor noch einmal bekräftigt worden. Dennoch ist die Sache mit dem Sohn nun doch etwas anders, als sich die beiden das vorgestellt hatten. Sara soll nun einen Sohn namens Isaak bekommen.

Anscheinend bedurfte es einer zusätzlichen Maßnahme Gottes, damit auch Sara dies glauben konnte. Gott erscheint Abraham und Sara in Gestalt von drei Reisenden. Dem orientalischen Brauch gemäß bewirtet sie Abraham und die Gäste, und wie nebenbei lässt einer der Männer die Bemerkung fallen, dass Sara im kommenden Jahr einen Sohn bekommt. Sara findet dies offenbar eher zum Schmunzeln, doch der Gast bemerkt das Lachen Saras und bekräftigt die Zusage Gottes.

Auch die biblischen Helden und Heldinnen des Glaubens hatten Phasen, in denen ihnen die Zusagen Gottes weit weg und lächerlich vorgekommen sind. Und doch war Gott ihnen näher, als sie selbst es wahrgenommen haben. Das ist bei uns Normalchristen nicht anders.