Tag 25

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1. Mose 32

Da kam ein Mann und kämpfte mit ihm bis zum Morgengrauen. Als der Mann merkte, dass er Jakob nicht besiegen konnte, gab er ihm einen Schlag auf sein Hüftgelenk, sodass es sich ausrenkte. Dann sagte er: „Lass mich los, denn der Morgen dämmert schon.“ Doch Jakob erwiderte: „Ich lasse dich nicht los, bevor du mich gesegnet hast!“

Nachdem Jakob Esau betrogen hatte, sah er zu, dass er aus der Reichweite des Bruders gelangte. Er zog nach Mesopotamien, kam bei der Verwandtschaft unter, heiratete (gleich zwei Frauen: Lea und Rahel) und bekam insgesamt zwölf Söhne, die später Urahnen und Namenspatrone der Stämme Israels werden sollten.

Apropos Israel: Dieser Abschnitt zeigt uns, wie es überhaupt zu dem Namen „Israel“ gekommen ist. Jakob ist auf Versöhnungstour; er will Esau, der sich inzwischen Ansehen und Reichtum erworben hatte, um Verzeihung bitten. Darum zieht er mit seinen Frauen und bis dato elf Kindern Richtung Heimat. Eine Delegation war bereits vorgeschickt worden, die mit zumindest negativ deutbaren Nachrichten zurückkam. Darauf stellt Jakob für seinen Bruder ein ansehnliches Geschenkpaket zusammen: knapp 600 Tiere. Auch dies wird vorgeschickt. Kurz vor der entscheidenden persönlichen Begegnung mit Esau hat Jakob eine ganz unverhoffte Auseinandersetzung mit einer mysteriösen Gestalt. Im Laufe des Kampfes stellt sich heraus, dass der Mann nicht irgendein Wegelagerer, sondern offenbar der HERR selbst ist. Jakob ringt ihm buchstäblich einen Segen ab – und wird von Gott in „Israel“ umbenannt: „einer, der mit Gott kämpft“. Allerdings geht ein Ringen mit Gott offenbar nicht ohne Opfer auf der eigenen Seite ab. Jakob leidet nun an einer Gehbehinderung.

Die Begegnung mit Esau verläuft danach übrigens sehr versöhnlich (1. Mose 33).