Tag 42

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2. Mose 20

Ich bin der HERR, dein Gott, der dich aus der Sklaverei in Ägypten befreit hat. Du sollst außer mir keine anderen Götter haben.

Das erste Gebot verlangt einen unbedingten Monotheismus. Man mag es als gestandener Christ nicht als eine so große Versuchung ansehen, nebenher noch einen zweiten Gott anzubeten. Aber gerade diese Versuchung war die größte, die auf das Volk Israel in den kommenden Jahrhunderten wartete. Sogar die Könige verfielen anderen Göttern. Der berühmte Salomo beispielsweise wurde durch seine vielfältigen Eheschließungen mit Ausländerinnen so in die Vielgötterei getrieben, dass man es eigentlich nicht für möglich hält.

Was aber ist die Ursache dafür, dass andere Götter angebetet werden? Es werden weniger grundsätzlich philosophische oder religiöse Erwägungen sein, sondern oft eher schlichte Anpassung an herrschende Verhältnisse – verbunden mit persönlichen Vorteilen. Wir dürfen nicht vergessen: Der Monotheismus war damals etwas Anormales, wenn nicht gar Peinliches. Da kann man nur zu gut verstehen, dass auch jahwegläubige Menschen hin und wieder auf unterschiedlichen Hochzeiten tanzten.