Tag 43

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2. Mose 20

Du sollst dir kein Götzenbild anfertigen von etwas, das im Himmel, auf der Erde oder im Wasser unter der Erde ist. Du sollst sie weder verehren noch dich vor ihnen zu Boden werfen, denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott!

Nicht nur die Verehrung von Götzen war verboten, sondern auch die bildhafte Darstellung Gottes. Sicherlich hatte dies zunächst den Grund, dass Gott nicht mit anderen Göttern verwechselt werden wollte. Der bilderlose Glaube war für Israel in der Tat zur damaligen Zeit ein Alleinstellungsmerkmal.

Aber wahrscheinlich steckt noch etwas anderes dahinter: Hinter jedem Bild, das man sich macht, steckt eine festgelegte Vorstellung – und mit einem Bild legt man Gott auf ebendiese bestimmte Vorstellung fest. Wir haben schon bei der Selbstvorstellung Gottes im Gespräch mit Mose festgestellt, dass Gott sich dort eher verhüllt als offenbart. Gott ist und bleibt unzugänglich und unabbildbar. Eine Götzenfigur kann man in die Tasche stecken oder ins Feuer werfen – einen lebendigen Gott nicht!

Dennoch wird der Wunsch nach einem Bild Gottes von Gott selbst später erfüllt, allerdings nicht in einer Figur oder Statue, sondern in einer Person – in Jesus. Wenn wir nach einem Bild von Gott fragen, so ist uns das mit Jesus gegeben worden.

Ebenfalls soll man mit dem heiligen Namen Gottes kein Schindluder treiben, vom gedankenlosen Witzemachen über den Einsatz des Namens in rituellen Zauberformeln bis hin zur offenen Blasphemie. Die Angst vor Missbrauch führte die Juden zur Vermeidung des Namens Gottes. Auch wenn wir als Christen uns durch solche Ängste nicht mehr bestimmen lassen müssen, tun wir gut daran, Gott in unserem Reden Ehre zu erweisen.