Tag 54

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2. Mose 25

Der HERR sprach zu Mose: „Richte den Israeliten aus, dass sie mir eine Abgabe entrichten sollen. Jeder, der etwas geben möchte, soll es dir bringen.

Folgende Dinge sollt ihr für mich von den Israeliten entgegennehmen: Gold, Silber und Bronze; violette, purpurund karmesinfarbene Wolle … Die Israeliten sollen mir ein Heiligtum errichten, damit ich bei ihnen wohnen kann.“

Anbetung Gottes bedurfte – zumindest zur Zeit des Alten Testaments – eines Ortes. Befindet man sich aber auf Wanderschaft, ist das mit dem Ort gar nicht so einfach. Von daher ist die Lösung Gottes mit einem Wanderheiligtum perfekt auf die Israeliten zugeschnitten. Und noch etwas anderes wurde damit dokumentiert: Das Volk Israel ist auf der Wanderschaft – und Jahwe geht mit!

Aber auch für Israel bekommt das Symbolkraft: Gott ist nicht ortsgebunden. Dies steht in krassem Gegensatz zu den damals üblichen Ortsgottheiten (quasi ein Baal für jedes Dorf). Später wird zwar in Jerusalem ein Tempel errichtet, aber auch da muss Israel lernen, dass Gott sich sogar von diesem Ort nicht abhängig macht (z. B. Jesaja 66,1-2). Dennoch ist Gott dem Bedürfnis der Menschen entgegengekommen, Orte der Anbetung zu haben.

In der Bibel folgen nun einige sehr detaillierte Anweisungen zum Bau dieses Heiligtums (durch Luther auch als „Stiftshütte“ bekannt). Es war ein mit Teppichen behangenes Holzgerüst, umgeben von einem eingezäunten Hof. Es wurde aus den besten Materialien und von den fähigsten Handwerkern angefertigt und enthielt einige kultisch bedeutsame Gegenstände wie u. a. zwei Altäre, einen Leuchter und einen Tisch mit Broten. Israel ließ sich das Heiligtum etwas kosten.