Tag 113

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1. Samuel17

EswarGoliat,deraus Gat stammte. Er war etwa sechs Ellen und eine Spanne groß! Goliat stellte sich hin und rief zu den Israeliten hinüber: „Braucht ihr ein ganzes Heer, um diesen Streit zu entscheiden? Wählt einen Mann aus, der zu mir herunterkommt. Wenn es eurem Mann gelingt, mich zu töten, werden wir eure Sklaven sein. Wenn ich ihm aber überlegen bin und ihn töte, seid ihr unsere Sklaven und müsst uns dienen.“ Als Saul und die Israeliten die Worte des Philisters hörten, erschraken sie und hatten große Angst. …

„Mach dir keine Sorgen mehr“, sagte David zu Saul. „Ich werde mit diesem Philister kämpfen!“ Aber Saul entgegnete: „Es ist völlig ausgeschlossen, dass du gegen diesen Philister kämpfst. Du bist doch noch ein Junge und er ist schon von Jugend auf ein Krieger!“ Aber David gab nicht nach. Schließlich war Saul einverstanden. „Gut, so geh“, sagte er. „Der HERR ist mit dir!“ …

David rief zurück: „Du trittst mir mit Schwert, Speer und Wurfspieß entgegen, ich aber komme im Namen des HERRN, des Allmächtigen – des Gottes des israelitischen Heeres, das du verhöhnt hast. Heute wird der HERR dich besiegen und ich werde dich töten und dir den Kopf abhauen. Und jeder wird wissen, dass der HERR keine Waffen braucht, um sein Volk zu retten. Es ist sein Kampf. Der HERR wird euch in unsere Hände geben!“

Als der Philister sich auf ihn zubewegte, um ihn anzugreifen, lief David ihm rasch entgegen. Er griff in seine Hirtentasche, holte einen Kiesel heraus, schleuderte ihn und traf den Philister an der Stirn. Der Stein bohrte sich in seine Stirn und er fiel mit dem Gesicht voran auf den Boden. So triumphierte David nur mit Stein und Schleuder über den Philister, besiegte und tötete ihn. Und weil er kein Schwert hatte, lief er hinüber, zog das Schwert des Philisters aus der Scheide, tötete ihn und schlug ihm den Kopf ab.

Das ist einer der bekanntesten Kämpfe der Weltgeschichte. Eigentlich kann man ja von Kampf kaum reden, und wäre das heute in einem Boxring passiert, hätten die Zuschauer „Schiebung“ gerufen und ihr Geld zurückverlangt. Würde man bei der Schwergewichts-Boxweltmeisterschaft statt eines veritablen Herausforderers einen schmächtigen Eisverkäufer in den Ring schicken, dem die verfügbaren Boxershorts schlottern, wäre das hinterher ein Fall für die Anwälte wegen mutwilliger Körperverletzung. Aber gerade wegen des Blitzsiegs des Underdogs hat der Kampf ja Jahrtausende im kollektiven Gedächtnis der Welt überlebt.

Seltsam, dass die Israeliten sich so haben beeindrucken lassen. Sie hätten ja gar nicht auf das Einzelkampf-Angebot eingehen müssen. Während das ganze Heer inklusive König nägelbeißend dem philistäischen Kleiderschrank gegenübersteht, kommt David ganz unerschrocken daher und ist der Einzige, der Goliat Paroli bieten kann. Das Geheimnis seines Mutes heißt: „Ich komme im Namen des HERRN.“ Mehr braucht es nicht, um alle anderen Bedenken zur Seite treten zu lassen. Wer weiß, dass das, was er tut, richtig ist und dass er Gott zur Seite hat, kann auch einen Kampf gegen den Augenschein wagen.