Tag 121

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1. Samuel 31

Um Saul tobte der Kampf besonders heftig und die Bogenschützen der Philister drangen zu ihm durch und verwundeten ihn schwer. Da sagte Saul zu seinem Waffenträger: „Nimm dein Schwert und töte mich, bevor diese Unbeschnittenen mich durchbohren und demütigen.“ Aber sein Waffenträger hatte Angst und wollte es nicht tun. Da nahm Saul sein Schwert und stürzte sich hinein. Als der Waffenträger sah, dass Saul tot war, stürzte auch er sich in sein Schwert und starb neben dem König. So starben Saul, drei seiner Söhne, sein Waffenträger und seine Männer gemeinsam an diesem Tag. … Am nächsten Tag kehrten die Philister zurück, um die Toten auszurauben. Dabei fanden sie die Leichen Sauls und seiner drei Söhne im Gebirge Gilboa. Sie schlugen Saul den Kopf ab und zogen ihm seine Rüstung aus. Dann schickten sie Boten in alle Teile ihres Landes und ließen die Siegesnachricht in den Tempeln ihrer Götzen und beim ganzen Volk verkünden. Sie legten seine Rüstung im Tempel der Astarte nieder und hängten seinen Leichnam an der Mauer der Stadt Bet-Schean auf.

Der Bericht von Saul kommt nun zu seinem unausweichlichen Ende. In der Bibel wird sonst nirgendwo so ausführlich beschrieben, wie ein Mensch, der Gott verlässt und den dann Gott nicht mehr segnet, durch eigenes Verschulden vor die Hunde geht. Und das, obwohl Saul bis zuletzt noch die Königswürde trägt!

Es gab Männer in der Bibel, denen es zu peinlich war, von einer Frau umgebracht zu werden. Saul wollte wenigstens nicht von einem unbeschnittenen Nichtjuden zur Strecke gebracht werden, und da sein Waffenträger keine Sterbehilfe leisten wollte, musste er sich selbst ins Schwert stürzen. Sein Waffenträger tat es ihm dann gleich. Eigenartigerweise hielten die beiden womöglich Selbstmord für ehrenhafter als das Fallen im Krieg. Dass dann die Philister der Leiche Sauls den Kopf abschlagen und seinen Torso an die Stadtmauer hängen, gehört zu den üblichen kriegsbedingten Unappetitlichkeiten.

Sauls Tod zeigt, dass auch bei Männern Gottes ein gutes Ende durchaus nicht garantiert ist und die Berufung Gottes verwirkt werden kann.