Tag 273

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Matthäus 12

Damit ging er hinüber in die Synagoge, wo er einen Mann mit einer verkrüppelten Hand bemerkte. Die Pharisäer fragten Jesus: „Ist es nach dem Gesetz erlaubt, am Sabbat Kranke zu heilen?“ Sie hofften natürlich, dass er Ja sagen würde, damit sie einen Grund hatten, ihn anzuzeigen. Er antwortete: „Wenn ihr nur ein einziges Schaf hättet und es fiele am Sabbat in einen Brunnen, würdet ihr nicht alles daransetzen, es herauszuziehen? Ganz bestimmt. Wie viel mehr ist ein Mensch wert als ein Schaf! Daher ist es erlaubt, am Sabbat Gutes zu tun!“ Dann sagte er zu dem Mann: „Streck deine Hand aus.“ Der Mann streckte seine Hand aus, und sie wurde wieder so gesund wie die andere Hand. Daraufhin gingen die Pharisäer nach draußen und schmiedeten einen Plan, wie sie Jesus umbringen könnten.

Nachdem Jesus unter den Pharisäern deutlich Flagge gezeigt hat, kommt jetzt die Warnung ans Publikum. Die Pharisäer werden zum erklärten Feind Jesu – und umgekehrt. Jesus sieht die kommende Bedrängnis voraus, sagt aber, dass man sich davor nicht fürchten solle.

Dazu bedarf es allerdings Standfestigkeit. Wer vor dem beeindruckenden Apparat der Pharisäer und anderer Feinde einknickt und mit Jesus nichts zu tun haben will, mit dem will auch Jesus nichts zu tun haben. Wenn die Bedrohung real wird, dann stellt sich Gott zu den Verfolgten. Sie müssen sich keine Sorgen machen und nicht einmal Verteidigungsreden vorbereiten.

Verfolgung um des Glaubens willen ist eine Sache, die nicht jeder gleich massiv erlebt. Aber jeder muss darauf gefasst sein, denn wir wissen ja nicht, wohin uns unsere Lebensumstände noch führen. Aber es gibt ja auch kleine, weniger massive „Verfolgungen“ – Sticheleien am Arbeitsplatz, Spott in der Familie, Gemiedenwerden in der Schule … Auch für diese Alltags-Verfolgungen gelten die Worte Jesu.