Tag 299

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Lukas 17

Eines Tages fragten die Pharisäer Jesus: „Wann wird das Reich Gottes kommen?“ Jesus erwiderte: „Das Reich Gottes wird nicht durch sichtbare Zeichen angekündigt. Ihr werdet nicht sagen können: ,Hier ist es!‘, oder: ,Es ist dort drüben!‘ Denn das Reich Gottes ist mitten unter euch.“ Später sprach er mit seinen Jüngern noch einmal darüber. „Es kommt die Zeit, da werdet ihr euch danach sehnen, den Menschensohn auch nur einen Tag bei euch zu haben, aber es wird euch nicht möglich sein. Man wird euch berichten, der Menschensohn sei zurückgekehrt und halte sich hier oder dort auf. Glaubt solchen Berichten nicht und sucht auch nicht nach ihm. Denn wenn der Menschensohn wiederkommt, wird es so offensichtlich sein wie ein Blitz, der den Himmel von einem Ende bis zum anderen erhellt. Doch zuerst muss der Menschensohn vieles erleiden und von dieser Generation abgelehnt werden. Wenn der Menschensohn wiederkommt, wird es in der Welt zugehen wie zur Zeit Noahs. In jener Zeit vor der Flut feierten die Menschen Feste und Hochzeiten bis zu dem Augenblick, als Noah in sein Schiff stieg und die Flut kam und sie alle verschlang. … Wer sich an dieses Leben klammert, wird es verlieren, und wer dieses Leben verliert, wird sein Leben retten. In jener Nacht werden zwei Menschen in einem Bett schlafen; der eine wird weggenommen, der andere wird zurückbleiben. Zwei Frauen werden in der Mühle zusammen mahlen; die eine wird weggenommen, die andere wird zurückbleiben.“

Hier weist Jesus darauf hin, dass er später einmal wiederkommen wird, und deutet die näheren Umstände seiner Wiederkunft an. Vor allem wird sie überraschend sein. Und Überraschungen kann man nicht ausrechnen, denn sonst wären sie ja keine Überraschungen mehr. Man kann aber durchaus Überraschungen erwarten. Und das heißt im Falle des Kommens Jesu: Wir können schon etwas dafür tun, dass die Überraschung für uns keine unangenehme ist.

Die Masse der auf der Welt lebenden Menschen sind in dieser Hinsicht so ahnungslos wie die Leute zur Zeit Noahs. Dieses Gefühl der Ahnungslosigkeit können wir leicht nachvollziehen: Wer von denen, die sich in den Zwillingstürmen aufhielten, hat am 11. September 2001 auch nur entfernt mit der Möglichkeit eines solchen Geschehens gerechnet! Aber ähnlich überraschend wird die Ankunft des Herrn sein.

Noch etwas anderes wird deutlich: Wenn Jesus wiederkommt, ist klar, dass es wirklich Jesus ist. Es wird nicht so sein, dass nur eine kleine Schar Eingeweihter davon Wind bekommt oder dass sich die Nachricht nach und nach ausbreitet. Wenn uns so etwas doch begegnen sollte – und damit könnte man ja durchaus rechnen –, darf man sich von solchen Behauptungen nicht ins Bockshorn jagen lassen. Überhaupt sind Endzeitspekulationen kein probates Mittel, um sich auf das Kommen des Herrn vorzubereiten. Denn auch die Endzeitspekulanten werden überrascht werden.